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Ich freue mich darauf, deine Geschichte zu lesen und werde exklusiv im Kids-Blog berichten, was mir besonders gut an deiner Geschichte gefallen hat!

Ein kleiner Tipp: Falls du noch nicht schreiben kannst, so helfen dir deine Eltern bestimmt, deine Geschichte in die GESCHICHTENKISTE einzutippen!
Sie werden über die tollen Abenteuer, die sich in deinem Kopf befinden, staunen!


Foto Leonardo Ramirez

Bezaubernde Bilder zum Buch "Glück gesucht!" Die 1b Montessoriklasse der VS Körnerschule hat sich angestrengt! Vielen Dank für die tollen Bilder, liebe Kinder!


Bezaubernde Bilder zum Buch "Glück gesucht!"


Geschichtenkiste

20 Kommentare

07.05.2012 20:53 Maria Joham
Im Rahmen des Seminars Hilfreiche Geschichten für Kinder schreiben, hat Maria Joham diese schöne, sehr märchenhafte Geschichte geschrieben: IM MONDLICHT GETANZT Den Wald durchzogen viele kleine Lichtungen. Manche waren von Brombeerdornen, Erdbeeren, Disteln und dergleichen bewachsen. Einige davon mit Gras und vielen Waldblumen. Diese bevor- zugten die Elfenkinder des Nachts bei ihren Spielen. Im Wald, unter den mächtigen Baumwurzeln wohnten die Wichtel. Einige hatten einen oder mehrere Fliegenpilze vor ihrer Wohnhöhle, das war ein besonderes Privileg. Die Pilze boten zusätzlichen Wohnraum, es war wie eine Gartenwohnung im Spätsommer oder Herbst. Viele Wichtelkinder spielten im Umkreis der Wohnhöhlen, nur ein Wichtelkind saß traurig in einem Versteck, wo es den anderen zusah. Akka, so lautete sein Name war nicht so gewachsen wie die anderen Wichtel. Er hatte zu lange Arme, große, abstehende Ohren, eine viel zu kleine Körpergröße. Die Nase mit Höcker, solche Missbildungen trugen ihm den Spott der anderen Wichtel ein. Von Mitspielen gar keine Rede. Mutter und Vater Schnurz, Akka?s Eltern, versuchten alles, um ihm sein Leben zu erleichtern. Sie behüteten ihren Sohn mit all ihrer Liebe, doch die Freundschaft anderer Kinder konnten sie nicht ersetzen. Einen Freund jedoch hatte Akka. Die Waldameise Vladi. Vladi war oft allein, er hatte es gerne ruhig, redete nicht viel, also war auch er so etwas wie ein Sonderling. Die beiden verstanden sich gut, es war eine richtige dicke Freundschaft. Akka konnte sehr schöne Zeichnungen anfertigen. Diese ritzte er in ein Blatt oder in ein Stück Rinde. Vladi konnte ihm stundenlang zusehen. Doch so konnte es nicht weitergehen, glücklich waren beide nicht. Vladi überlegte und überlegte, wie er Akka helfen konnte. Da hatte er eine Idee? Auf einer der Lichtungen, die den Wohnhöhlen am nächsten waren, tanzten nachts die Elfen. Das wusste Vladi und die Elfen waren sein Ziel. Er trug sein Anliegen vor, gemeinsam hatten sie einen Plan. Jetzt musste Vladi seinen Freund nur noch dazu bringen, mit ihm in die Nacht hinaus zu gehen. In einer Nacht, da Mond- und Sternenlicht mit den Gräsern und Waldblumen spielte, tanzten die Elfen ihren Mondreigen. Die Tautropfen glitzerten wie Silberbrunnen. Das war die richtige Zeit, Akka zu helfen. Ihn zu überreden kostete nicht viel, er freute sich über jede Abwechslung. Neugierig geworden machte er sich mit seinem Ameisenfreund auf den Weg. Immer dabei sein Stück Rinde zum Ritzen. Trotz des Vertrauens zu Vladi klopfte sein kleines Herz vor Aufregung und verspürte doch etwas Angst. Die Eltern Schnurz schliefen tief, sie merkten nicht, wie sich ihr Sohn davonschlich. An der Lichtung angekommen, warteten die Elfen schon auf die zwei Freunde. Akka wurde an den Händen gefasst und schon ging es rund. Er musste mittanzen, ob er wollte oder nicht. Ihm wurde ganz schön schwindelig, doch die Elfen hielten ihn sicher fest. Vladi bewegte sich auch im Takt des Reigens, er freute sich für seinen Freund, dem es sichtlich gefiel. Nachdem sich alle ein wenig beruhigt hatten, nahmen die Elfen ihre mitgebrachten Rindenstücke zur Hand und fingen an, Bilder zu ritzen. Akka ritzte auf seinem Rindenstück. Kein einziges Elfenkind konnte so schön zeichnen, Akka übertraf sie alle. Sie lobten ihn und erklärten den Wichtel zu ihrem Oberelfenzeichner. Da s machte Akka sehr stolz. So viele neue Freunde hatte er jetzt und so wichtige noch dazu! Die Elfen schenkten ihm eine neue Wichtelmütze, die er über beide Ohren ziehen konnte. Akka war glücklich. Das erste Mal, seit er denken konnte, spürte er dieses Glücksgefühl. Voll Zuversicht machten sie sich auf den Heimweg. Mutter und Vater Schnurz waren in heller Aufregung, als sie merkten, dass ihr Sohn fort war. Als sie das Leuchten auf dem Gesicht ihres Kindes sahen, Vladi strahlte auch über den gesamten Ameisenkörper, da schlossen sie nur glücklich Akka in die Arme. Keine strafenden Worte kamen über ihre Lippen. Jetzt mussten sie aber ihr Abenteuer erzählen. Die Eltern gaben Akka die Erlaubnis, öfter Nachts fort zu gehen, doch nur mit Vladi und Akka musste den Eltern Bescheid sagen. Vladi freute sich sehr, doch erst einmal kroch er zu Akka unter die Bettdecke und die Freunde schliefen lange. Akka dankte Vladi seinen Einsatz mit tiefer, echter Freundschaft. Zusammen erlebten sie noch so manches schöne, spannende Abenteuer.

Maria, deine Geschichte zeigt sehr gelungen, wie eine hilfreiche Geschichte im Stil des Allwissenden Erzählers entstehen kann. Deine poetische Ausdrucksweise vermittelt dabei eine ganz besondere Stimmung. Du beschreibst die Details voller Fantasie - man fällt hinein in deine Geschichte! Danke, dass du beim Seminar warst und für die schöne Geschichte! Ulli!

07.05.2012 20:48 Melanie Fischer
Im Rahmen des Seminars Hilfreiche Geschichten für Kinder schreiben hat Melanie Fischer den Suppenkaspar aus dem Struwwelpeter von Heinrich Hoffman auf wunderschöne Weise umgeschrieben. Aus einer 150 Jahre alten, heute nicht mehr zeitgemäßen Drohgeschichte wird ein motivierendes Gedicht ... den Stil hat Melanie dabei perfekt beibehalten! Gratulation, liebe Melanie, das hast du wirklich toll gemacht ... bin ganz begeistert! Suppenkaspar - Version 2012 Der Kaspar, der war kerngesund, ein dicker Bub und kugelrund. Er hatte Backen rot und frisch, die Suppe aber hübsch bei Tisch. Doch einmal fing er an zu schrein: ?Ich esse keine Suppe, nein! Ich esse meine Suppe nicht! Nein, meine Suppe ess ich nicht!? Am nächsten Tag begans erneut, dem Kasper keine Suppe freut. Die Mutter hat schon nachgedacht, die Suppe püriert und Brot drauf gmacht. ?Ich esse keine Suppe, nein!? Ach Got, es war einfach nur zum Schrein! Am dritten Tag, da gabs ´ne List. Zur Suppe tanzte Mutter den Twist. Kasper hat getanzt und gelacht und zwischendurch ein paar Bissen gemacht. Am vierten Tag, der Schrei erneut: ?Ich esse keine Suppe heut!? Doch Mutter war drauf vorbereitet und hat die Suppe entsprechend zubereitet. Die Nudeln waren nun geschlichtet, das Gemüse stand aufgerichtet. Im Endeffekt wars ein Gesicht, das lächelnd zu Kaspar spricht. Vor Freude ganz aus dem Häuschen, war Kaspar leis wie ein Mäuschen. Das Gemüse er mit den Fingern fing, die Nudel an seinem Löffel hing. Die Suppe schmeckte Kasper sehr, im Nu war der Teller leer. Die Suppe kreativ und bunt, schmeckte und war dazu gesund. Mit Fantasie und wenig Mitteln, ist selbst ´ne Suppe zu vermitteln. Nun ist der Bub wieder rund und obendrein noch kerngesund. Melanie Fischer

Liebe Melanie! Beispielgeschichten - wie beim Seminar besprochen - sind besonders schwierig zu schreiben, weil man als Erzähler dabei leicht in die belehrende Rolle fallen kann - die 150 Jahre alte Geschichte vom Suppenkaspar zeigt uns das anschaulich auf. Du hast es stilgerecht geschafft, aus dem alten Suppenkaspar eine lustige, zeitgemäße Geschichte zu machen ... einfach toll! Schön, dass du beim Seminar warst! Ulli!

08.12.2011 15:04 Michaela
Ein Ausschnitt aus Visionär... ?Wir verlieren die Kontrolle über das Flugzeug!?, rief der Pilot. ?Wir müssen eine Notlandung machen!? Stetig sank die BG1 ?ein riesiges Passagierflugzeug- weiter herab. ?Bitte bewahren sie Ruhe!?, rief die Stewardess verzweifelt. Langsam kam Unruhe auf. Fast alle merkten, dass etwas nicht stimmte. Aber es war ja auch fast unmöglich es nicht zu bemerken. Das Flugzeug ratterte laut und es schwankte bedächtig in der Luft hin und her. Der Antrieb rauchte und funkte. Und schon sah man die unzähligen Autos, auf die das Flugzeug gleich stürzen würde. Angsterfüllt starrte Roxy aus dem Fenster. Das würde sie nie überleben. Normalerweise war sie hart im nehmen doch eine Notlandung auf Land überlebte selten jemand. Im Gedanken dachte sie noch einmal an alles, dass sie jemals erlebt hatte und schloss die Augen. Und schon kam ein Ruck und ein lauter Knall und von da an merkte Roxy nichts mehr. ?Das darf nicht sein! Noch mal!? Mit diesen Worten und einen Stromschock setzte sie sich ruckartig auf und spürte sofort den stechenden Schmerz überall und legte sie sofort wieder hin. Was war passiert? Wo war sie? Sie öffnete langsam die Augen und sah in die Gesichter zweier Männer die sich über sie gebeugt hatten. ?Ihr Zustand ist stabil.? ?Was? Wer sind sie?? Vorsichtig drehte sie ihren Kopf zur Seite. Dort sah sie allerlei Krankenhauszeug. Jetzt merkte sie erst wo sie war und erinnerte sich was passiert war. Trotz der Schmerzen rappelte sie sich hoch und sah aus dem Krankenwagen. Auf diesen Anblick hätte sie verzichten können. Überall lagen nur noch die leblosen Körper von Menschen. Nirgendwo war ein anderer Überlebender zu sehen. War sie die einzige, die noch am Leben war? Später lag sie im Krankenhaus und schaute sich einen Bericht über den Flugzeugabsturz an. ??und es war ein katastrophaler Aufprall. Hunderte von Menschen kamen dabei ums Leben. Bisher wurde nur ein einziger Überlebender geborgen. Die Rettungskräfte suchen dennoch weiter nach Lebenden.? Roxy tastete mit ihrer Hand nach der Fernbedienung und schaltete ab. Was dachten sich wohl ihre Eltern gerade? Ob sie den Bericht überhaupt gesehen hatten? Sie schloss die Augen. Sie war schon immer ein Unglückspilz gewesen, im Leben wie in der Liebe, aber nie hätte sie erwartet, dass so etwas passieren würde. Plötzlich wurde Roxy schwindelig. Sie dachte sich, dass das normal sein würde aber auf einmal wurde alles schwarz. Es war als ob sie Fernsehen würde. Sie dachte laut: ?Ein Kraftwerk? W-was ist das? Es geht in die Luft. 2800 Tote? Was hat das zu bedeuten? 12.6. 2008?? To be continued...

Vielen Dank für deinen spannenden Geschichtenauszug, Michaela! Du hast die Flugzeugszene sehr packend beschrieben, ich fieberte beim Lesen richtig mit! Ich hoffe, ich getraue mich jemals wieder in ein Flugzeug zu steigen ;-). Begeistert bin ich von deinem Ende ... das ja keines ist, weil es (hoffentlich bald) eine Fortsetzung gibt. Den Spannungsbogen plötzlich auf ein völlig neues Thema zu lenken ist eine tolle Idee! In meinem Kopf kreisen die Gedanken, was wohl am 12.06.2008 war? Welche Erinnerung taucht da plötzlich in Roxys Gehirn auf? Da bin ich aber mal gespannt wie ein Drahtseil! Sollten wir uns nicht mehr schreiben, Michaela, dann wünsche ich dir jetzt schon himmlisch schöne Weihnachten! Ulrike!

27.11.2011 18:34 Emilia
Der kleine Fuchs geht in den Wald und sucht das Glück. Er läuft zu seiner Mutter in den Bau und ist glücklich. Kurzgeschichte von Emilia, 6 Jahre

Hallo, liebe Emilia! Vielen Dank für deine liebe Fuchsgeschichte! Ich habe mich sehr darüber gefreut! Es gefällt mir, dass dein Fuchs das Glück zu Hause findet! Würdest du auch gerne wissen, wie es sich in so einem Fuchsbau wohnt? Ich stelle mir das sehr kuschelig vor! Vielleicht magst du einmal eine Fortsetzung deiner Fuchsgeschichte schicken? Da sind bestimmt tolle Fuchsabenteuer in deinem Kopf! Einstweilen schicke ich dir liebe Grüße und wünsche dir eine stimmungvolle, keksduftende Adventzeit!

06.06.2011 14:20 Michaela
FORTSETZUNG: Ich schockte mich fürchterlich und drehte mich um. Als ich anfing an der Tür zu rütteln, hörte ich ein Geräusch das klang wie Schritte. Ich hörte auf die Tür zu quälen und sah mich im Raum um. Es war ein eher kleiner Raum dessen Wände ausbetoniert waren. Es roch streng nach Erde. Da sah ich einen Kasten. Ich lief auf den Kasten zu, riss die Tür auf und sprang hinein. Die Schranktür ließ ich einen Spalt offen. Ich starrte angespannt auf die Tür, aus der die Schritte gekommen waren. Heraus trat ein Mann mittleren Alters mit einem Buch in der Hand. Ich schielte auf den Titel. Das Buch hieß: Orakel. Irgendwie verwirrte mich der Titel aber ich wusste nicht wieso? Sofort konzentrierte ich mich wieder aufs wesentliche. Ich starrte den Mann an. Er hatte einen schwarzen Mantel und schwarze schulterlange Haare. Da fing er an etwas zu murmeln und unter mir wurde es plötzlich schwarz. Ich fiel in die Dunkelheit und versuchte mich mit aller Kraft an den Schrankleisten festzuhalten aber vergebens. Um mich herum wurde alles schwarz. Auf einmal war es wieder hell. Ich lag am Boden von einem Raum der einen Kerker ähnlich sah. Als ich aufstehen wollte, schaffte ich es nicht. Es war als ob ich am Boden festkleben würde. Ich sah mich wieder im Raum um. Wie im vorherigen Raum waren die Wände betoniert. Eine dicke Stahltür war der einzige Ausweg. Da kam der Mann herein. Ich sah ihn finster an und hatte ein schadenfrohes lächeln auf den Lippen. ?Wer bist du und wo sind wir??, fragte ich ihn. Ich war überrascht wie mächtig meine Stimme klang. Als ob er mich nicht gehört hätte fing er einfach an zu reden. ?Bist du gekommen um mich auszuspionieren? Meinst du ich bin so dumm mich von einem Kind ausspitzeln? Du wirst schon sehen was du davon hast, Mensch.? Seine Stimme stellte mir die Nackenhaare zu Berge. Er verließ den Raum und knallte die Tür zu. Da fing ich plötzlich an darüber nachzudenken. Er hatte mich MENSCH genannt und er hatte davon gesprochen, dass ich ihn ausspionieren wollte. Was war hier eigentlich los? Was soll er denn bitte sein. Er sah aus wie ein Mensch. Mystisch, aber dennoch wie ein Mensch. Da merkte ich, dass ich mich wieder bewegen konnte. Ich stand auf und schlich mich zur Tür. Sie war offen. Ich öffnete sie und stand auf einem langen Gang. Ich ging den Gang hinunter und öffnete langsam eine Tür. Dahinter war noch eine Tür auf der in großen Buchstaben stand: BETRETEN VERBOTEN! Fortsetzung folgt.........

Hallo Michaela! Danke für die knisternde Fortsetzung deiner Geschichte! Meine Haare raufen sich jetzt noch um einen Stehplatz ... ich bekam richtig Gänsehaut beim Lesen. Gut gefällt mir, dass du dich bei den Dialogen voll in die Perspektive der jeweiligen Person versetzen kannst. Natürlich würde ich gerne wissen, wer denn dieser geheimnisvolle Fremde nun wirklich ist: Ein Außerirdischer, eine Person aus einem anderen Leben ...???!! Toll, dass sich der Spannungsbogen durch die ganze Geschichte zieht. Ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen und freue mich schon unheimlich darauf, zu erfahren, wie deine Geschichte weiter geht! Alles Liebe, Ulrike!

05.04.2011 15:14 Michaela
Das hab ich vor einer weile geschrieben: Aufstehen du Schlafmütze, sonst verpasst du noch den Wandertag! Wütend stand ich auf. Keine negative Einstellung Schätzchen. Das macht Falten. Ich wusste das musste kommen wenn man seine Eltern zum Eltersprechtag gehen lässt. Zur Erklärung: Meine Sportlehrerin hasst mich, daher sagte sie zu meinen Eltern ich sei unsportlich und das sie etwas mit mir unternehmen sollten weil es mir in Sport dann vielleicht besser gehen könnte. So ein Schwachsinn. Ich flehte sie an mir das nicht anzutun, aber hätten sie nachgegeben, hätte ich das Unglaublichste in meinem Leben versäumt. Jetzt sollte ich mich glaube ich erst mal vorstellen: Ich heiße Jule und bin 13 Jahre alt. Ich wohne in einem kleinen abgelegenen Stückchen Erde namens Winghilton. Ich hasse Sport(lehrerinnen). Ich liebe Süßigkeiten aber ich bin nicht dick deshalb. Wir gingen also auf diese Wanderung und landeten mitten in der Pampa. Seit ihr euch sicher, dass ihr den Weg kennt geschweige denn das wir überhaupt noch auf der Wanderroute sind?, fragte ich genervt meine nervenden Eltern. Könnt ihr euch vorstellen wie das ist, allein mit seinen Eltern mitten in der Pampa zu sein? In meinem Fall der reinste Horror. Wir gingen also mitten in einen tiefen Wald. Dort sah ich auf einmal eine Höhle. Ich fragte mich wo sie wohl hinführen würde und da ich meine Neugier nicht zurückhalten konnte, schlich ich mich auf Zehenspitzen davon. Die merken eh erst in einer Stunde das ich weg bin., dachte ich. Also ging ich zu dieser Höhle und lugte in den Eingang doch es war so düster das ich nicht sehen konnte. Zum Glück hatte ich meine Taschenlampe auch eingesteckt. Ich wühlte in meiner Tasche und fand lauter Dinge die meine Eltern kurzerhand auch eingepackt hatten. Meine Taschenlampe lag unter diesem Chaos. Ich schaltete sie ein und leuchtete in die Höhle. Diese war so tief das meine Taschenlampe keine Chance gegen die Dunkelheit hatte. Das Ende des Tunnels konnte ich in diesen Fall leider nicht sehen. Also lugte ich noch einmal zu meinen Eltern die noch immer auf der mitgebrachten Karte unseren Standort. Ich wusste, dass sie nicht bemerken würden, dass ich weg war. So betrat ich nun in die Höhle. Als ich schon einige Meter zurückgelegt hatte , fiel mir auf, dass die Höhle immer höher und breiter wurde. Das wunderte mich irgendwie. Ich hatte doch gesehen, dass der Hügel, in dem die Höhle war nach einigen Metern endete und gleichhoch blieb. Bis jetzt war ich noch kein bisschen abwärts gegangen. Je weiter ich in die Höhle ging, desto dunkler wurde es. Ich stoppte als ich vor einer Tür stand. Ich versuchte sie zu öffnen, schaffte es aber einfach nicht. Da war ein Spalt in der Wand. Vielleicht konnte ich da durch leuchten um zu sehen was dahinter war. Ohne Erfolg. Wütend sagte ich: Du doofe Tür kannst du dich nicht einfach öffnen? Knarrend öffnete sie sich einen Spalt breit. Ich zog sie vollends auf und ging in den Raum. Er war ebenso düster wie die Höhle. Da schloss sich die Tür schwungvoll und im ganzen Raum gingen Fackeln an. Fortsetzung folgt... Michaela, 12 Jahre

Hallo Michaela! Vielen Dank für deinen schönen Text, den ich mit großem Vergnügen gelesen habe! Du schreibst sehr natürlich und nimmst dir kein Blatt vor den Mund! Sehr gut! Man kann sich richtig gut vorstellen, wie sich deine 13-jährige Protagonistin (das ist die Hauptdarstellerin) fühlt! Jule wirkt auf den Leser sehr autentisch. Du schaffst es auch, Spannung zu erzeugen ... ich bin schon neugierig, was in der Höhle passieren wird ... Schickst du mir die Fortsetzung? Herzliche Grüße, Ulrike!

05.04.2011 14:19 Michaela
Ich hab schon geschichten geschrieben als ich 7 war damals warns aber nur kleine kurze geschichten. Seit einer weile schreibe ich ein bisschen an einem buch(selbst geschrieben).... Kathi hat gsagt das ich mal was reinsetzen soll. Dankeschön kathi!!!!!

02.02.2011 19:47 Katharina
Das verlorene Reich (Ausschnitt: Arachnas Geschichte) Es war ein grauer Morgen und eine Gestalt huschte über den Marktplatz. Er war verlassen und keine Menschenseele gab sich zu erkennen. Plötzlich war ein lautes Wiehern zu hören und Arachna zog ein kleines silbergraues Fohlen an einem Strick hinter sich her. Arachna war zu diesem Zeitpunkt noch ein richtiger Mensch gewesen. Sie trug ein altes braunes Kleid und eine Kapuze war über ihren Kopf gezogen. Das Fohlen wehrte sich mit Leibeskräften gegen sie, doch war es noch zu jung und zu schwach. Sie gingen eine Gasse entlang als plötzlich ein Donnerschlag ertönte. Arachna fuhr zusammen. Rasch bog sie um eine Ecke und gelangte auf ein offenes Feld. Es regnete und dichter Nebel lag in der Luft. Arachna irrte herum während das Fohlen am Strick zerrte und quietschte. Plötzlich schlug ein Blitz genau vor Arachna ein und zerteilte das Seil. Arachna brüllte und holte einen Bogen hervor. Sie spannte einen Pfeil ein und zielte auf das kleine Tier das unbeholfen über den rutschigen Boden stolperte. Der Wind peitschte ihr ins Gesicht und riss ihr die Kapuze vom Kopf. Blonde Haare kamen zum Vorschein und klebten an dem schönen Gesicht. Arachna lachte wie eine Verrückte. Sie spannte den Pfeil und ließ ihn los. Er verfehlte sein Ziel nicht. Er traf genau in den kleinen nassen Körper wo er treffen sollte. Arachna grinste. Sie ging auf das zappelnde Fohlen zu und nahm es am Schopf. Goldbraune Augen starrten sie an. Arachna zögerte keinen Augenblick. Sie wusste, dass dieses noch so kleine und unbedeutende Fohlen ihren ganzen Plan zum Scheitern verurteilen könnte. Arachna zog ein Messer hervor und hielt es an die Kehle des Fohlens. Seine Augen waren angsterfüllt. Arachna zog das Messer nach hinten und ließ das Tier fallen. Ihre Hand war blutig und sie blickte zufrieden auf ihr Werk. Das Fohlen gab noch ein paar Zuckungen und quiekende Laute von sich. Dann wurde es still. Nur noch das Plätschern des Regens war zu hören. Arachna machte ein paar Schritte rückwärts, drehte sich um und begann zu rennen. Sie rannte so schnell sie konnte über das nasse Feld ? hinein in den Wald. Plötzlich stürzte sie und ein Blitz fuhr auf sie nieder. Hinter ihr bäumte sich ein riesiges Pferd im Nebel auf und nur seine Umrisse waren zu erkennen. Arachna schrie ? vor Schmerz und Wut, ?Nein!? Vor ihren Augen verschwamm alles und sie wurde ins Schwarze gezogen. Arachna wachte auf. Dort wo sich gelegen hatte, war nun ein schwarzer Rand gezogen. Sie richtete sich auf. Weit und breit war nichts zu sehen. Es dämmerte schon und die ersten Sonnenstrahlen waren zu erkennen. Als sie hinunter auf ihre Beine blickte, konnte sie ihren Augen kaum glauben. Sie waren behaart und lang. Arachna lief zu einer Pfütze und blickte sich selbst in die rabenschwarzen Augen, ?Nein!? Sie griff nach ihren Haaren und zog sie vor die Augen. Auch diese waren nun pechschwarz und fettig. Arachna stolperte über ihre acht Füße und landete im Matsch. Vor ihr ragten lange silberne Beine in die Höhe. ?Nein!?, schrie sie abermals ? noch verzweifelter als zuvor. Sie blickte in goldbraune Augen und konnte ? wollte es nicht glauben. Ende

Hallo, liebe Katharina! Vielen Dank für deinen Beitrag! Wir kennen uns nun schon ein Jahr, und ich kann dir zu deiner Entwicklung nur gratulieren! Ich hatte ja das Vergnügen, einen größeren Teil deiner Fantasygeschichte zu lesen. Es ist wunderbar, wie du plötzlich mit den Perspektiven experimentierst! In dem hier angeführten Ausschnitt, ist Arachnas düstere Welt hautnah zu spüren. Das hat nicht nur mit dem Inhalt zu tun, den du sehr spannend schilderst, sondern vor allem mit der Erzählstimme. Katharina, mach weiter so, du hast ein ganz besonderes Talent! Herzliche Grüße schickt dir Ulrike!

26.11.2010 20:01 Giulio
Ich sitze auf meinem weißen Geschichtenstuhl. Weil die Geschichten sind weiß und liegen immer in den Wolken. Und Geschichten entstehen auch auf dem roten Stuhl. Also: Es war einmal ein kleines Mädchen. Das hieß Lea. Lea war ein sehr braves Kind, außer beim schlafen. Beim schlafen rief sie manchmal ihre Mama oder ihren Papa. Das kränkte Mama und Papa, denn sie hatte noch eine kleine Schwester. Die war klein und die hieß Mitzi. Die war so klein, wie drei Flaschen übereinander gestellt. Lea wartete den ganzen Sommer auf den Winter. Der winter kam nicht sehr früh. Es war noch ein bisschen zu früh. Doch als sie Mama rufen wollte, gab sie sich einen Ruck. ?Nein, ich werde diesmal Mama nicht holen. Ich werde selbst gehen.!? Doch als sie aufstand und raus schaute - sie wollte nämlich den großen Mond anschauen - siehe da: es schneite! Lea war beeindruckt. Endlich war der erste Schnee gefallen. Da kam es, dass Mitzi?s und Lea?s Tante in die Stadt ging um den schönsten Christbaum zu finden. Es war nicht sehr einfach. Sie hatte schließlich eine kleine Wohnung, da ist es nicht so leicht. Es ist leichter, wenn man in einem großen Haus wohnt. Und sie hatten nicht so ein Haus. Aber die Tante suchte den besten Chrstibaum aus, den es jemals gab. Die Tante kam mit dem Christbaum nach Hause, denn sie hat sich extra ein Wagerl für den Christbaum genommen. Sie kamen nach Hause. Sie schmückten ihn, beleuchteten ihn und mit einem Stern oben drauf war er viel schöner. Endlich kamen Mitzi und Lea ins Bett. Denn sie waren aufgeregt. Und was sie wohl für einen Brief scheiben sollten? Denn wenn sie aufwachen: das wird ein Spaß: Pfefferkuchen backen, essen, die ganze Familie und ein paar Gäste einladen. Das ist schön! Sie hatten auch noch für das Christkind ein paar Kekse gebacken, aber leider hat es nur einen kleinen Bissen genommen.Ist ja klar, weil es musste ja noch zu den anderen Kindern. Und daher packten Lea und Mitzi die Geschenke aus. Eine Barbie- Puppe, ein Stofftier, ein paar Autos von playmobil . Und sie hatten genügend Zeit zum auspacken und sie waren sehr aufgeregt. Aber das ist eine andere Geschichte.

Hallo, lieber Giulio! Das ist aber wieder eine liebe Geschichte! Schon dein hübscher Einstieg mit dem weißen Stuhl und den Geschichten, die in den Wolken zu finden sind, ist fantastisch! Mir gefällt, dass du lustige Vergleiche findest, wie bei der kleinen Mitzi, die gerade mal so groß ist, wie drei Flaschen aufeinanderstestellt! Erstaunlich finde ich, dass du schon so einen guten Blick für das Detail hast - so, wie bei der Tante, die einen passenden Christbaum für ihre kleine Wohnung finden muss. Bei deiner schönen Geschichte kann die Vorfreude auf das Weihnachtsfest richtig wachsen - lieb finde ich, dass du in deiner Geschichte auch an das gemeinsame Feiern mit der Familie denkst. Giulio, du bist ein richtig guter Geschichtenerzähler! Liebe Grüße schickt dir Ulrike!

20.11.2010 18:58 Giulio
Der kleine Junge, der auf den WEihnachtsmann und auf das Christkind wartet Es war einmal ein kleiner Junge, der wartete so lange auf Weihnachten, bis WEihnachten dann endlich kam. Er war sehr fröhlich. Aber am Anfang nicht, weil es regnete und noch keine Schneeflocken am Himmel zu sehen waren. So wartete er auf Weihnachten und die anderen Menshen auch. Der kleine Junge wartete auf den WEihanchtsmann und sah aus dem Fenster, aber er kam nicht. Dann beschloss er, ins Bett zu gehen und zu schlafen. In dieser Nacht kam der Weihnachstmann mit seinen Säcken, rieb sich sein Gesicht und legte ein paar Spielsachen unter den Baum und dann war er wieder weg. Der kleine Junge machte das Licht an und las ein Buch. Mitten im Lesen hörte er ein Klingeln. Er dachte: Jippie! das Christkind!. Er dachte nicht, dass der Weihnachtsmann schon da war und währenddessen auch das Christkind kam. Und dann sang er ein Lied für das Christkind bis spät in die Nacht mit seiner Familie. Die kleine Katze des Jungen schlief schon. Draußen war es furchtbar kalt. Man musste sich ganz warm anziehen. nciht so wie ihr denkt, sondern richtig mit warmer Mütze, warmer Hose und warmer , warmer Jacke. Nicht so wie im Sommer mit kurzer HOse und ohne Jacke. Drinne musste man etwas Warmes trinken. Der kleine Junge verabschiedete sich von allen und zum Schluss sieht er noch mal das Christkind ganz hoch oben im HImmel und es sagte:WIe schön doch dort unten alles ist! Auch der WEihnachtsmann ging mit leerem Sack nach Hause. Danke, dass ihr mir zugehört habt und tschüss bis zum nächsten mal! Aufgeschrieben von Giulio Veranu

Hallo Giulio! Das ist aber eine schöne Geschichte, die du da geschrieben hast!Genau passend zum bald beginnenden Advent! Vielen Dank! Mir gefällt, dass du deine Gedanken einfach so fließen lässt. Man kann sich richtig gut vorstellen, wie es dem kleinen Jungen geht, der gespannt darauf wartet, was am Heiligen Abend passiert! Besonders schön an deiner Geschichte finde ich, dass du genau beschreibst, dass es gar nicht so einfach ist, sich vorzustellen, wer am Heiligen Abend tatsächlich kommt: Das Christkind, oder der Weihnachtsmann! Am 11. Dezember mache ich zu diesem Thema einen Kinderworkshop in Villach in der Alpen/Adriamediathek. Beginn ist 10.00 Uhr vormittags. Vielleicht hast du Lust zu kommen? (Experten in Sachen Christkind und Co. kann ich gut gebrauchen :-)) Lieber Giulio, schreibe weiter so tolle Geschichten, ich freue mich sehr darauf, wieder von dir zu hören! Ganz liebe, vorweihnachtliche Grüße schickt dir Ulli!

20.07.2010 19:40 Jan
Das Geschichtentier! Es war einmal ein alter Mann. Er war sehr arm. Aber er hatte viele Tiere, die er mit seinem ganzen Geld gekauft hatte. Deswegen war er auch so arm. Er hatte ein Murmeltier, drei Vögel, einen ganz kleinen Bären, einen Mäusebussard, ein Pferd, einen kleinen, braunen Hund und eine Glückskatze. Eines Tages stürzte ein Berg in der Nähe seines Hauses ein. Der alte Mann fürchtete sich und rannte mit den Tieren aus dem Haus. Da traf er einen jungen Mann. Er sagte: Hat dich der einstürzende Berg erschreckt? Der alte Mann sagte: Ja! Der junge Mann erklärte ihm: Du brauchst dich nicht fürchten, denn der Berg ist ein Wünscheberg! Und jedes Mal, wenn er einstürzt, musst du dir schnell etwas wünschen! Der alte Mann sagte: Schade, dass der alte Berg eingestürzt ist! Da antwortete der junge Mann: Der Berg baut sich von selbst wieder auf und kann dann jede Minute wieder einstürzen! Der Mann achtete in den nächsten Tagen genau auf den Berg. Und er stürzte wieder ein. Schnell wünschte sich der alte Mann, dass er wieder reich ist. Und plötzlich wuchs auf seinem Acker Gold. Jetzt mussten er und seine Tiere nie mehr hungern.

Hallo Jan! Vielen Dank für deine schöne Geschichte! Erstaunlich, was du dir wieder einmal ausgedacht hast! Da geht es ja kunterbunt zu, im Haus des alten Mannes! So viele Tiere! Weißt du, was mir besonders gut an deiner Geschichte gefällt? Dass ein alter Mann von einem jüngeren etwas lernt! In den meisten Geschichten, oder Märchen, ist es umgekehrt. Da erscheinen oft ältere, weise Menschen. Dabei finde ich, dass du recht hast - Erwachsene können ganz viel von ihren Kindern profitieren, und umgekehrt natürlich auch! Es war wieder einmal wunderschön, von dir zu hören, schöne Ferien und bis bald!

31.05.2010 16:56 Stefan Tschauko
Hallo, ich bin der Vogel Flink. Ich bin der treue Begleiter des Elfen Saromir. Saromir hat bestimmt die spitzesten Ohren von allen. Er hat blonde Haare, einen muskulösen Körper und er ist doppelt so groß wie ein erwachsener Mensch. Seine magischen Kräfte ermöglichen ihm das Fliegen. Als ich einmal mit ihm spazieren flog, kam ein alter Mensch und sagte: Ein Elf, du kannst mir bestimmt helfen, denn ich suche einen goldenen Stein! Mein Freund meinte: Wo befindet sich denn dieser Stein? Der alte Mensch antwortete: Im Gebirge hinter mir, aber gebt ja acht, denn dort haust ein böser Magier! Als wir zum Gebirge flogen, bemerkte ich, das mein Freund Saromir Schwäche zeigte, obwohl er niemals müde wurde. Er sagte: Ich spüre den Schutzzauber vom Magier! Als wir erschöpft ankamen, trat eine schon für Saromir große Gestalt vor uns. Nachdem ich mich hoch in die Lüfte geschwungen habe, lieferten sich die zwei einen erbitterten Zauberkampf. Als mein Freund einen Versteinerungszauber anwendete, erstarrte die Gestalt, die wahrscheinlich der Magier war, zu Stein. Wir gingen in die Höhle hinter der Gestalt aus Stein. Nachdem alles glatt zu laufen schien, viel Saromir in einen tiefen Schlaf. Nach ein paar Tagen wachte er auf und wir setzten unsere Reise fort. Ich fragte meinen Begleiter: Was ist passiert? Er antwortete: Der Magier hat mich mit einem Schlafzauber verhext, der zu meinem Glück erst später wirkte. Nach einigen Stunden gelangten wir in die Kammer des goldenen Steins. Wir erblickten ein Ding, das stärker glänzte, als ein Stern, trotzdem war es so schwarz wie die Nacht. Nach 5 Tagen kamen wir zum alten Mann, der in der Zwischenzeit ein Zelt aufgebaut hatte. Als wir ihm den Stein übergaben, sagte der Greis voller Freude: Vielen Dank! Dies ist ein Erbstück meiner Familie und dafür, das ihr ihn mir zurückgebracht habt. Um euch meinen Dank zu zeigen, schenke ich euch diese16 Diamanten. Nachdem Saromir und ich im Dorf der Elfen ankamen, wurde kräftig gefeiert. Ich, der Vogel Flink beobachtete das Fest von oben, was recht lustig aussah, denn die meisten Elfen aßen kein Fleisch. Stattdessen betranken sie sich Sonnenlichtschnaps und tanzten Hirschkuhtänze.

Hallo Stefan! Vielen Dank für deine schöne Geschichte - sie hat mir bereits in der Schreibnacht besonders gut gefallen! Es ist schön, dass du so fantasievoll schreibst, man merkt, dass du mitten in der Geschichte bist ... der Funke springt auf den Leser über, und am liebsten würde ich Saromir und seinen lustigen Vogel kennen lernen! Du kannst dich sehr gut in deine erschaffenen Fantasiewesen hineinleben, so beschreibst du zum Beispiel, was Elfen essen und trinken ... das ist sehr interessant für den Leser - und das alles aus der sprichwörtlichen Vogelperspektive! Eine Geschichte auf diese Art aufzurollen ist gar nicht einfach, und es ist dir ganz hervorragend gelungen! Ich freue mich sehr, dich kennen gelernt zu haben und hoffe, noch viele, Geschichten von dir zu bekommen! Alles Liebe und eine Menge knisternde Ideen wünscht dir Ulrike!

31.05.2010 16:19 Stefan Tschauko
Hallo Ulrike! Schicke dir meine Geschichte von der Schreibnacht in der Villa Lotta am 28.5.2010. Liebe Grüße Stefan

29.04.2010 15:05 Katharina Webhofer
Das ist die Fortsetzung von PCK. Ich habe auch die restliche Geschichte etwas geändert. Pferde, Chaos, Krisen Kapitel 1 ?Aufstehen Langschläfer!!?, sagte Mrs Osborn zu ihrer Tochter Lilly, die sie verschlafen aus ihrem Bett aus anblickte. Das Mädchen, Lilly Osborn, hatte heute Morgen eine Reitstunde in der Reitschule Monocerus reserviert, und wollte auf gar keinen Fall zu spät kommen. Das Mädchen hüpfte aus dem Bett, holte ihre Reitsachen, zog sich an, raste die Treppe hinunter und setzte sich in das Auto. Mrs Osborn startete den Motor und schon fuhren die beiden los. Auf dem Weg zum Reitstall, sahen sie viele Bauernhöfe und eine Menge Tiere. Doch dann bogen sie in eine kleine Seitenstraße ein. Endlich sah man den Reitstall. Er hatte ein grünes Dach, und er war riesig. Auf der Weide standen sehr viele Pferde. Einige davon sahen neugierig zu Lilly hinüber. ?Wow, es ist echt schön hier!?, sagte Lilly mit einem Grinsen auf dem Gesicht und als der Wagen zum Stehen kam, lief ihnen ein Hund entgegen. Er war sehr groß. Sah aus wie ein ziemlich klein geratenes Pony. Lilly stürmte auf die Weide zu, wo die Pferde standen. ?Komm her!?, sagte sie leise zu einem schwarzweißen Pferd. ?Mama, was ist das für eine Rasse??, fragte Lilly neugierig. ?Ein Quarter Horse?, entgegnete ihr Mrs Osborn. Sie ließ Lilly bei den Pferden und ging in den Aufenthaltstraum, da das Mädchen wahrscheinlich lieber bei den Pferden blieb. ?Hallo, ich bin Mrs Osborn. Sind Sie hier die Reitlehrerin??, fragte Lillys Mutter. Die Frau nickte stumm und ging auf ein großes Buch voller Namen von Pferden und Reitern zu. ?Wie heißt derjenige der heute bei uns reitet??, fragte die Reitlehrerin freundlich. ?Lilly Osborn?, antwortete ihr Mrs Osborn. ?Sind sie etwa die Mutter dieses Mädchens??, fragte die Frau Mrs Osborn. ?Ja.. wieso??, erwiderte ihr diese verwundert über den plötzlichen Wandel von total gestresst auf sehr neugierig. ?Dann sind Sie ja die berühmte Reiterin Amanda Saler??, die Frau sagte dies so laut, dass nach einer Weile schon fast alle Leute nacheinander zu ihnen hinüberblickten. ?Tja, das war mein Mädchenname aber ja, das bin ich?, antwortete Mrs Osborn der Reitlehrerin. ?Aber ich reite schon lange nicht mehr.? ?Schade?. . Na gut dann verrate ich Ihnen mal auf wem Lilly heute reitet?. Aha da haben wir es ja schon. Sie reitet heute auf Max.? ?Gut, dann werde ich Lilly wohl mal holen müssen.?, sagte Mrs Osborn und ging zu ihrer Tochter, die ganz verträumt zu den Pferden blickte. ?Lilly komm, du musst jetzt Max von der Weide holen!?, sagte sie. ?Welches Pferd ist Max??, fragte Lilly. ?Das weiß ich nicht genau aber frag doch mal die Reitlehrerin??, schlug ihre Mutter vor. ,,Okay?, erwiderte Lilly. Sie lief in den Aufenthaltsraum und fragte die Reitlehrerin nach Max. ?Warte ich zeige dir ein Bild von ihm?, antwortete ihr diese auf ihre Frage. Max war Braun und groß, das Mädchen verliebte sich sofort in das hübsche Pferdchen. Sie holte noch rasch ein Halfter aus dem Stall und eilte auf die Weide. ?Gut. Nur wo ist Max denn jetzt??, fragte Lilly sich in Gedanken. Da sah das Mädchen ein braunes Pferd auf der Weide stehen und ging darauf zu. ?Ich glaube das ist Max!?, sagte sie zu ihrer Mutter, die am Rand der Weide stand und sie beobachtete. Lilly versuchte ihm das Halfter umzulegen, doch es wollte einfach nicht klappen, was natürlich klar war, da sie heute zu ersten Mal ein Pferd reiten würde. Mrs Osborn eilte zur Hilfe und bei ihr klappte es natürlich beim ersten Mal. Sie schloss das Gatter auf, machte eine rasche Umdrehung, schloss dass Gatter wieder ab und überreichte Lilly das Pferd. Das Mädchen hing Max Halfter an einem Strick an und holte einen Striegel, eine Kardätsche und einen Hufkratzer. Lilly putzte Max, bis er richtig glänzte. Doch auch bei dem Hufe auskratzen half ihr Mrs Osborn. Max glänzte richtig und sein Fell fühlte sich seidig an. Nun ging sie in die Sattelkammer, holte den Sattel und das Zaumzeug, auf dem ein Schildchen befestigt war, das darauf hinwies, dass diese Sachen zu Max gehörten und marschierte mit ihnen zu Max zurück. Zuerst legte Lilly die Satteldecke auf Max Rücken, wie es ihr ihre Mutter sagte. Dann kam der Sattel dran. Er war ziemlich schwer. Plötzlich rutschte er ab und viel mit lautem Krach auf den Boden. ?Ist irgendetwas passiert??, fragte sie ihre Mutter, da sie gerade den Pferden beim grasen zugesehen hatte. ?Nein, nein?, antwortete Lilly. Schon beruhigte sich Mrs Osborn wieder und half Lilly das große Tier auf zu satteln. Doch beim aufzäumen war es ein bisschen schwieriger. Max nahm die Trense einfach nicht ins Maul und selbst Mrs Osborn schaffte es nicht. Da ging Lilly zur Reitlehrerin und bat sie um Hilfe. Nun war es endlich geschafft. Lilly sah hinüber zum Springplatz und sah ein wunderschönes Pferd, das über sehr hohe Hindernisse sprang. Sie war schwer beeindruckt von diesem Pferd und dem Reiter. ?Ich möchte auch mal so reiten können!?, dachte Lilly sich. ?Komm Schatz deine Reitstunde fängt gleich an!?, meinte Mrs Osborn. Lilly ging mit Max in die Halle. Es waren noch viele andere Reiter gekommen. ?Gurtet alle mal nach!!?, sagte die Reitlehrerin. ?Ich bin heute eure Reitlehrerin! Mein Name ist Nadja! Wer nicht Nachgurten kann, dem helfe ich!? Schon kam auf Lilly zu. ?Hast du schon deine Steigbügel eingestellt??, fragte sie während sie nachgurtete. ?Nein?, sagte Lilly kleinlaut. ?Okay, dann werde ich das für dich übernehmen!?, meinte sie. ?Steig doch mal auf!? Lilly wusste nicht so recht, wie sie das machen sollte, aber irgendwie funktionierte es. ?Sehr gut. Jetzt leg deinen Fuß doch mal nach vorne!?, sagte Nadja. ?Sehr gut. Jetzt den anderen! Schön jetzt kannst du loslegen! Wenn du Schritt gehen willst, musst du abwechselnd mit den Schenkeln Druck ausüben. Sehr gut! Mach mal so weiter. Wenn du halten willst, musst du die Schenkel an den Bauch pressen und die Zügel annehmen! Du lenkst dass Pferd indem du, wenn du nach rechts willst, den linken Schenkel anlegst und wenn du nach links willst den rechten Schenkel anlegst. Du darfst aber auch ein bisschen mit den Zügeln nachhelfen. Hauptsache, du ziehst nicht ruckartig oder zu fest okay?? ?Verstanden?, sagte Lilly und ritt los. Eigentlich ritt sie ganz gut, bis es zum Trab kam. Zwar erklärte Nadja ihr die Gangart sehr schön, aber trotzdem viel Lilly der Trab sehr schwer. Und plötzlich geschah es: Lilly fiel vom Pferd, zwar nicht so schlimm aber ihr Hintern schmerzte ein bisschen. Schnell stieg sie wieder auf und setzte ihren Ritt fort. Ab nun lief es toll. Ausgerechnet jetzt sagte Nadja: ?Gut, dann parieren wir wieder zum Schritt durch! Und jetzt reitet die Pferde in dieser Gangart ab!? Lilly wäre gerne noch länger getrabt, aber besser als nie! Nun mussten die Kinder absitzen. ?Wie heißt du denn? Luschi??, fragte ein Mädchen eitel, ?Niemand, der mir bis jetzt untergekommen ist, reitet so schlecht wie du!? ?Nein. Ich heiße Lilly Osborn, falls es dich interessiert?, meinte Lilly. ?Nein eigentlich nicht?, erwiderte das Mädchen scharf. Nun setzte sich Lilly in Bewegung. ?Tschüss LUSCHI!!!?, rief ihr das Mädchen noch entgegen. ?Dumme Kuh!?, murmelte Lilly als sie zum Ausgangstor ging. ?Na wie war es Liebling??, fragte ihre Mutter sie. ?Toll... bis dieses Mädchen aufgetaucht ist?, antwortete Lilly. ?Welches Mädchen denn??, meinte Mrs Osborn verdutzt. ?Ach, so eine Zicke?, schimpfte Lilly. ?Naja?, sagte Mrs Osborn während Lilly Max an einem Karabiner anhing. ?Von solchen Leuten darfst du dich nicht unterkriegen lassen mein Schatz?, fügte sie hinzu. ?Du kannst Max hier angehängt lassen er geht noch eine Stunde weiter. Wiedersehen Amanda!?, sagte Nadja mit einem Hauch von Stress. ?Komm Schatz, gehen wir zum Auto deine Schwester wartet schon!?, meinte Mrs Osborn während sie sich schon auf den Weg zum Wagen machte. Lillys Schwester war vier Jahre älter als sie und ein bisschen eingebildet und wollte nichts mit Tieren zu tun haben, die in Ställen lebten. ?Alles nur voller Dreck diese Ställe?, und ?Die Viecher stinken doch bloß?. Lilly konnte das nicht verstehen. ?Pferde sind doch keine Viecher?, dachte sie sich immer wieder. Tja, bei solchen Leuten konnte man eben nichts machen. Als Mrs Osborn und Lilly am Auto angelangt waren und die Tür aufmachten, grinste Lilly ein übertrieben geschminktes Gesicht vom Vordersitz aus entgegen. ?Na das wird ja jetzt aber Zeit!?, sagte Amy. ?Ich kann doch nicht ewig?..?, sie unterbrach sich und rümpfte die Nase als sich Lilly in den Wagen setzte. ?Was ist denn hier gestorben? Stinkt ja widerlich! Noch schlimmer als Dads Sportsocken die niemand anfassen will!? ?Das ist Pferdegeruch falls du noch nicht gemerkt hast, dass ich Reiten war!?, fauchte Lilly zurück. ?Schluss jetzt Kinder!?, schimpfte Mrs Osborn. Amy verdrehte die Augen und widmete ihren Blick wieder der vorbeisausenden Landschaft. Sie fing an sich Lippenstift aufzutragen. Das tat sie alle zehn Minuten. Als sie durch den Wald fuhren lief plötzlich ein Reh über die Straße und Mrs Osborn startete eine Vollbremsung. Dabei fuhr sich Amy den Lippenstift im ganzen Gesicht herum. ,,Oh! Ich glaub?s einfach nicht!?, schimpfte sie. ?Dieses dumme Vieh ist Schuld, dass ich jetzt aussehe wie eine Schminkpuppe einer Dreijährigen!? Der Wagen setzte sich wieder in Bewegung. ?Tust du das nicht immer!??, sagte Lilly und versuchte krampfhaft ein Lachen zu unterdrücken. ?Halt die Klappe Gaulknutscher!?, warf sie Lilly an den Kopf. Plötzlich hielt Mrs Osborn den Wagen an. Lilly knallte mit dem Kopf gegen den Vordersitz und rieb sich diesen nun. Amy grinste höhnisch. ,,Schluss jetzt Kinder! Wer weiter streitet geht den restlichen Weg zu Fuß! Verstanden!?!?, schimpfte Mrs Osborn in einer nicht ganz angenehmen Lautstärke. Amy drehte sich um und blickte griesgrämig aus dem Fenster. Lilly saß nur da, rieb sich den Kopf noch immer und schwieg die restliche Heimfahrt. Als sie Zuhause waren sagte Mrs Osborn nur: ,,Lilly du gehst dich jetzt baden und Amy wasch dir den Lippenstift aus dem Gesicht!? Lilly trottete die Treppe hinauf in ihr Zimmer um sich frische Klamotten zu holen. Anschließend machte sie sich auf den Weg ins Bad, doch wen sah sie dort? ,, Amy! Mum hat gesagt ich soll mich jetzt duschen!?, sagte Lilly und versuchte dabei nicht gemein zu klingen. ?Pech gehabt?, entgegnete ihr Amy nur. ?bin sowieso gleich fertig.? Sie ließ sich Zeit aus dem Bad zu gehen und man bemerkte, dass sie noch versuchte die Schwache Farbe des Lippenstifts von ihrer Wange zu wischen. Lilly marschierte ins Bad und verschloss die Tür. Während sie gemütlich in der Wanne saß machte sie sich Gedanken über die Reitstunde heute Morgen. Sie musste einfach immer an dieses Mädchen denken. ?Ich hab noch niemanden in meinem ganzen Leben so schlecht reiten gesehen wie dich? schoss es ihr immer durch den Kopf. ?Heißt du etwa Luschi?? all dies hing in ihrem darin fest. ?Mann wie lange denn noch du Trödeltante?!?, rief Amy hinein. ?Welcher normale Mensch muss denn zwei Stunden lang im Bad bleiben!?? Erst jetzt bemerkte Lilly das sie eine lange Zeit damit verbracht hatte, sich Gedanken über ein Mädchen zu machen, die sie noch nicht einmal richtig kannte. Mum sagte immer: ?Der erste Eindruck kann täuschen!? Doch Lilly nahm das sowieso nicht ernst. Amy stand ungeduldig vor der Tür als diese sich nach ein paar Minuten öffnete. ,,Na endlich!?, fuhr Amy sie an. ?Du hast echt lang genug im Wasser gelegen!? Lilly machte sich auf Zehenspitzen und einem Handtuch um den Kopf gewickelt auf den Weg in ihr Zimmer. Als sie die Tür öffnete ließ sie sich sofort mit einem Schwung auf ihr Bett fallen. Dabei löste sich der Turban aus Handtüchern und es lag nun ausgebreitet auf dem Bett und durchnässte es. Lilly starrte wie gebannt auf ihre weiße Decke. Ihr war nun erst klar geworden wie müde sie eigentlich war. Lilly entschloss sich ein kleines Nickerchen zu machen und griff sich den Zipfel ihrer Bettdecke und schlüpfte dort hinein. Gerade als sie fast schon eingeschlafen war, drückte jemand die Türklinke mit einem Rums herunter und Lilly wurde unsanft aus ihrem Halbschlaf gerissen als sie gerüttelt wurde. ?LILLY!?, fauchte ihre Schwester und hielt etwas Undefinierbares in ihrer Hand. ?Was ist das?!? ?Weiß ich doch nicht?, erwiderte Lilly verschlafen. Es war schwer zu erklären was es war, aber sie vermutete, es handelte sich darum um einen langen Strang von grünbraunen Haaren. ?Das ist ja so was von eklig, und es stinkt auch noch zum Himmel!!!!?, stieß Amy angewidert hervor. Bei ihrem Gesichtsausdruck musste Lilly kichern. ?Was ist daran bitte so witzig??, fauchte ihre Schwester. Blitzartig verging Lilly das Lachen und aus ihrem gerade noch entspannten Gesichtsausdruck wurde eine ernste, etwas angewiderte Miene. Denn sie sah etwas, was sich im inneren des Haarklumpens bewegte. Sofort stieß sie einen Schrei aus, der Amy durch Mark und Bein ging, und sie deshalb den Klumpen fallen ließ. Etwas kleines grau-grün gefärbtes kam zum Vorschein und nun verzog auch Amy das Gesicht und hüpfte auf Lillys Bett. Lilly und ihre Schwester sahen angewidert das auf dem Boden herumkriechende Ding an. Nun konnte man auch schon ein bisschen erkennen. Es war eine kleine graue, aber von dem grünen Klumpen etwas grünlich gefärbte Ratte. ?Igitt!?, stieß Amy angewidert hervor. Lilly beobachtete das kleine graue ?Rättchen? neugierig. ?Ich sage Mum sie soll sie wegbringen?, sagte Lilly einfach und eilte die Treppe hinunter. ?Mum! Da ist eine Ratte in meinem Zimmer!? ?Eine WAS!!!?, fragte ihre Mutter erschrocken. ?Ich komme gleich rauf!? Lillys Mutter war ziemlich im Stress, da sie in einer halben Stunde schon im Auto sitzen und zu einem äußerst wichtigen Meeting fahren müsste. Doch ihr Mann Thomas war noch nicht von seiner Tagung zurück um auf die Kinder aufzupassen. Lilly merkte, dass sie jetzt keine Lust hatte, sich mit solchen überflüssigen Dingen herumzuschlagen deshalb verstärkte sie ihr Tempo und nun trabte sie schon fast. Als die Beiden in Lillys Zimmer ankamen, sahen sie Amy mit den Armen um die Knie geschlungen hin und her wippend. ?Schatz! Komm her Liebes!?, beruhigte Mrs Osborn ihre Tochter. Plötzlich stoppte die Frau und sah angeekelt auf den Fußboden, wo die kleine Ratte fast so erschrocken dreinschaute wie Amy. ?Wartet bitte hier, ich hole ein Handtuch?, sagte Mrs Osborn ungeduldig. ?Eines wüsste ich aber noch gerne Amy. Wie hast du diesen riesigen Klumpen aus dem Waschbecken ziehen können??, hakte Lilly neugierig nach. ?Ich habe sie nicht aus dem Waschbecken? und glaub mir, dass du das lieber nicht erfahren würdest?, antwortete Amy mit einer verschreckten Miene. Lilly starrte ihr Schwester verwirrt an und dachte: ?Wenn sie nicht aus dem Waschbecken kommt, woher?.? ?OH GOTT!! Du hast sie aus dem Klo gezogen!!!?, stieß sie plötzlich hervor. ?Du spinnst doch!!! Ich würde niemals das Klo anfassen!!!?, entgegnete ihr Amy. ?Lilly aus dem Weg!?, sagte Mrs Osborn genervt. Und schon hatte sie die Ratte, die sich vor Schreck keinen Zentimeter rührte, in das Handtuch gewickelt. Kaum war Mrs Osborn außer Sichtweite, fing Amy auch schon an zu plappern: ?Ich habe diesen Klumpen nicht aus dem Klo, sonder aus dem Schlafzimmer von Mum und Dad? Lilly starrte sie erneut verwirrt an. ?So Kinder?, unterbrach sie Mrs Osborn. ?Euer Vater kommt in zehn Minuten und ich möchte nicht, dass ihr in dieser Zeit das ganze Haus in Flammen setzt okay?? Die beiden Kinder nickten. Keine von ihnen würde es auch nur wagen etwas nur annähernd Blödes zu veranstalten, wenn ihre Mutter so aufgelegt war, wie jetzt. Mit strengem Blick verließ Mrs Osborn Lillys Zimmer und zog sich rasch ihre Jacke an. Nach etwa einer Minute hörte man noch die Autoschlüssel klimpern und mit einem Knall fiel die Tür ins Schloss. ?Was macht eine Ratte im Schlafzimmer von Mum und Dad??, fragte Lilly nach etwa einer halben Ewigkeit des Schweigens. ?Wieso fragst du mich das? Du bist doch die Schlaue von uns!?, antwortete Amy mit einer zickigen Stimme und vielen Gänsefüßchen, als sie Lillys Zimmer hinter sich ließ. Manchmal fragte sich Lilly ob ihre Schwester einfach nur einen Knall hatte oder all ihre seltsamen Aussagen ernst gemeint waren. Plötzlich hörte sie das leise Knirschen auf dem Kies in ihrer Einfahrt. Lilly schoss nur noch ein Gedanke durch den Kopf: DADDY!!! Und schon raste sie die Treppe hinunter um zu sehen ob ihr Vater ein Souvenir aus Europa mitgebracht hatte. Schon seit zehn Wochen hatte sie ihren Vater nicht mehr gesehen. Ihre Mutter wäre sehr gerne dabei gewesen, wenn ihr Mann wieder aus Europa zurückkam, doch sie musste zu einem dringenden und sehr wichtigen Termin mit einem Kunden der ein Haus am Stadtrand kaufen wollte. Lilly riss die Tür auf, doch als sie erblickte, wer wirklich vor ihr stand, fror ihr Lächeln sofort ein und verwandelte sich in einen missmutigen Gesichtsausdruck der den Ankömmling genau musterte. Er hatte dünnes Haar und ein Monokel am Auge. Er sah aus als hätte er Geld und das nicht zu wenig. Das kleine Mädchen fragte sich wie dieser Mann auf so dünnen Beinen, die aussahen als wären sie Streichhölzer, überhaupt stehen konnte. In seiner linken Hand hielt er ein gelbes Couvert, welches äußerst wichtig aussah und in der rechten hand eine kleine Taschenuhr die an seinem Jackett befestigt war. ?Kann ich Ihnen helfen??, fragte Lilly vorsichtig. ?Nein, ich vermute nicht, dass ein kleines Mädchen mir helfen könnte?, erwiderte der Zahnstochermann kühl, aber doch etwas arrogant. ?Ich bin Mr Furges, der Steuerberater Ihres Vaters. Ist er zufällig gerade zu sprechen?? Lilly überlegte ob sie ihm die Tür vor der Nase zuknallen sollte oder ihn hereinbitten. Doch kurz überlegt, beschloss sie zu sagen: ?Nein er ist nicht zu sprechen. Ich hoffe Sie kommen gut nach Hause!? Als das Mädchen gerade die Tür schließen wollte, legte der Mann seine Hand an die Tür und stoppte sie. ?Nanana! Wir wollen doch nicht unhöflich sein!?, sprach Mr Furges mit finsterem Blick und musterte Lilly genau. ?Lilly!?, drang eine Stimme vom oberen Stock herab. ?Was treibst du da unten?!? Blitzschnell wanderte Furges Blick auf die erste Tür rechts, wo das Geräusch herkam. ?Ist außer dir noch jemand hier unten??, fragte Amy als sie die Treppe hinunter kam. Als sie Mr Furges erblickte, verwandelte sich auch ihr gelassener Gesichtsausdruck zu einem fragendem. ?Hallo!?, unterbrach Mr Furges die Stille. ?Amy du bist ja richtig groß geworden!? Das Mädchen sagte nichts zu dieser wirklich sehr merkwürdigen Bemerkung. ?Tja?, sagte Mr Furges räusperte sich und setzte seinen Satz fort. ?Wo ist euer Vater denn?? ?Der müsste eigentlich gleich kommen?, antwortete Lilly und sie bemerkte, dass dem Mann ein kleines Lächeln über die huschte. Amy warf ihrer Schwester einen strengen Blick zu, als hätte sie nicht gewollt, dass Lilly es ihm verrät. ?Gut Mädchen. Wärt ihr dann vielleicht so nett um mir einen heißen Tee zu machen während ich auf ihn warte??, fragte Mr Furges. Und er hatte gewiss nicht vor, dies nur als eine Bitte zu sehen. Mehr als ein Befehl. ?Sehr gerne Mr Furges?, erwiderte Lilly sichtlich genervt. ?Setzen Sie sich doch schon einmal in das Esszimmer!? Der Mann begab sich in den Essraum und setzte sich auf die bequemen Stühle, die alle einen bläulichen Polster besaßen. Sein Blick fiel auf die großen Fenster und den Wintergarten, der mit vielen bunten Blumen und anderen grünen Pflanzen geschmückt war. Währenddessen bereitete Lilly den Tee in einer schon fast antiken Teekanne. Sie konnte sich nicht entscheiden welchen Geschmack sie für so einen eingebildeten Gast nehmen sollte, doch schließlich entschied sie sich den Pfefferminztee zu nehmen, den sowieso niemand trinken wollte. Amy ging schon wieder schnurstracks in ihr Zimmer um sich neuen Lippenstift aufzutragen. Nach etwa fünf Minuten fing die Teekanne an zu pfeifen und nebenan im Esszimmer hörte man, wie jemand vor sich hin und her fluchte. Lilly konnte nun endlich das Teesäckchen in das heiße Wasser geben. Sie holte ein Tablett, stellte eine Tasse und die Teekanne darauf und ging vorsichtig in das Esszimmer. ?Das wird aber langsam Zeit!?, meckerte Mr Furges. Auf einmal hörte Lilly erneut das Knirschen auf dem Kies, blickte aus dem Fenster und sah das silberne Auto ihres Vaters. Voller Freude ließ Lilly das Tablett fallen, doch sie hatte Glück es landete geradewegs auf dem Mahagonitisch. Sie ging auf die Tür zu und öffnete ebenfalls voller Freude. Das Auto kam endlich zum Stehen, die Tür öffnete und Mr Osborn stieg aus dem Auto, holte seinen grün karierten Reisekoffer aus dem Kofferraum und kam auf Lilly zu. ?Hallo meine Süße!?, rief er ihr voller Freude zu. Lilly bemerkte gar nicht, dass Mr Furges genau hinter ihr stand. Als Mr Osborn den dürren Mann erblickte verlor sein Gesicht jegliche Freude und er sah eher wieder gestresst aus. Das kleine Mädchen, welches vor dem Streichholz auf Beinen stand, wunderte sich, wieso ihr Vater sie so grimmig ansah. Als Mr Osborn fast schon bei der Fußmatte angelangt war, fiel im Lilly um den Hals. Der Mann begutachtete seine Tochter und merkte, dass sie barfuß auf dem kalten Kies stand. ?So jetzt aber rein mit dir?, sagte Mr Osborn zu seiner Tochter. ?nicht, dass du dich erkältest!? Sein und Mr Furges Blick trafen sich und, man konnte schon fast Mr Osborns Gedanken hören: ?Der hat mir grade noch gefehlt? dieser alte Kauz lässt uns wirklich nie in Ruhe.? Doch anstatt Mr Furges zu begrüßen, widmete er sich erst einmal seiner Tochter. ?Daddy, Mr Furges ist vorbeigekommen und wollte dich sprechen?, flüsterte Lilly ihrem Vater auf den Weg in ins Esszimmer zu. Mr Osborn nickte und schielte zu dem alten Mann, der sich gelangweilt gegen den Türrahmen lehnte und auf seine goldene Taschenuhr blickte. Seine rechte Hand wedelte lässig mit dem Couvert herum. Schließlich entschied er Lilly und ihrem Vater zu folgen. Als sich nun alle drei im Esszimmer befanden, räusperte sich Mr Furges um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. ?Nun Mr Furges, was führt Sie denn zu uns??, fragte Mr Osborn höflich, obwohl er ihm lieber einen Tritt in den Hintern verpassen wollte, um ihn hinaus zu befördern. ?Also Mr Osborn?, begann der Mann. Zuerst noch leise. ?Ich fürchte es gibt da eine kleine Neuigkeit ?.. . Sie wissen doch, der Kunde, der ihnen das Geschäft letztes Jahr abkaufte, will, dass Sie und ich schon morgen nach China fliegen und ihm bei der Einrichtung und Renovierung des Ladens helfen. Er würde uns dafür 15.000 Dollar zahlen. Was halten sie davon?? Man merkte, wie seine Stimme lauter wurde, als es spannend wurde. Lillys Kiefer klappte nach unten und sie starrte den spindeldürren Kasper der neben ihr stand eine Weile lang an. Doch der beachtete das Mädchen gar nicht. Plötzlich platzte eine laute Stimme in das Gespräch hinein: ?Habe ich gerade richtig gehört?! 15.000 Dollar!!!!? Es war Amy die wie eine Herde junger Schweine herum quietschte und quiekte. ?Ich weiß nicht?.?, unterbrach Mr Osborn das Geschreie von Amy. ?dann müsste ich schon morgen wieder los.? Das hatte auch Lilly total vergessen. Ihr Vater war doch gerade erst gekommen. ?Wie lange würde die Reise denn dauern??, fragte Mr Osborn neugierig. ?Etwa sieben Monate?, antwortete ihm Mr Furges mit hochnäsiger Stimme. Mr Osborn starrte den Mann entgeistert und geschockt an. Auch er wollte nicht schon wieder weg fahren, und das noch für sieben Monate! Sogar Amy war verstummt. Nicht mal sie wollte, dass ihr Vater so lange weg sein würde. ?Ich muss mir das noch einmal durch den kopf gehen lassen?. Ich rufe Sie morgen an?, meinte schließlich Mr Osborn mit einer etwas stottrigen Stimme. ?Gut, ähm hier ist noch ein Formular!?, erwiderte Mr Furges und gab Mr Osborn das Couvert. ?Sie sollten es bis morgen bei der Abfahrt ausgefüllt haben!? Der Mann war sich so sicher, dass Mr Osborn mit ihm mitfahren wird. Der Zahnstocher auf Beinen verabschiedete sich von den dreien, marschierte etwas unzufrieden die Tür hinaus, stieg in seine Limousine ein und entfernte sich immer weiter vom Haus der Osborns. Langsam schloss Mr Osborn die Tür und widmete sich wieder seinen Töchtern. ?So meine Lieben? ich gehe dann mal rauf und dusche mich. Amy, machst du etwas zu essen??, sagte er. ?Jaja? hast du da nicht etwas vergessen??, fragte Amy neugierig. ?Nein ich glaube nicht?, entgegnete er dem Mädchen sarkastisch und machte sich auf den Weg zu seinem Reisekoffer, wo er schließlich Bilder und zwei Geschenkschachteln herausholte. Amy war schon ganz zappelig und reib sich die Handflächen. ?Hier meine Lieben, ich habe euch was mitgebracht!?, sagte ihr Vater spannend. Amy öffnete ihr Geschenk und holte eine violette Prada Handtasche heraus und kreischte: ?DANKE, DANKE, DANKE!!!!? Als nächstes war Lilly an der Reihe ihr Geschenk zu öffnen. Amy schielte neugierig darauf. Lilly war einer dieser Menschen, die nicht einmal ein bisschen des Geschenkpapiers zerreißen wollte. Schließlich war es dann doch endlich geschafft und sie zog ein Paar neue Chaps heraus. ?Wow! Danke Dad!?, bedankte sie sich bei ihrem Vater. ?Die sind wunderschön!? Mr Osborn lächelte zufrieden mit sich und der Welt und sagte: ?Die sind aus Rom. Du kannst sie über normale Sportschuhe anziehen und sie sind genauso wie Reitstiefel.? Lilly grinste ihren Vater an doch dieser sagte: ?So, ich gehe mich dann mal duschen Kinder und Amy, du machst das Mittagessen!? Der Mann eilte nach oben und verschwand im Schlafzimmer. Amy legte ein paar Scheiben Toast auf ein Backblech, Lilly legte Toastkäse und Schinken darauf und sie schoben es in den Backofen. ?Diese Tasche ist echt der Hammer!!!!!?, staunte Amy. Sie ging damit ins Wohnzimmer und setzte sich auf die Couch. Ihre Tasche behandelte sie dabei wie ein Baby. Lilly schüttelte den Kopf als sie das sah. ?Man hab ich einen Durst!?, gab Amy bekannt und steuerte auf die Teekanne zu und wollte gerade Tee trinken, als Lilly bemerkte, dass dies der ekelhafte Pfefferminztee war, aus dem zuvor Mr Furges getrunken und explodierte fast vor Neugier, wie Amy darauf reagieren würde, dass dies ihr meist gehasstes Getränk war. Das Mädchen trank nun einen Schluck von dem Tee und spuckte ihn mit einem lauten ?IIIIEEEEHHHH? aus. Dabei landete der Großteil auf ihrer Tasche, die sie mitgenommen hatte. Lilly schüttete sich aus vor Lachen doch Amy stand nur da und fing fast an zu heulen. Doch plötzlich verging Lilly das Lachen als Amy anfing so bitterlich zu weinen wie sie es noch nie getan hatte. Es war kaum zu glauben doch Lilly hatte tatsächlich Mitleid mit ihrer Schwester. Das Mädchen umklammerte ihre Tasche als ob sie sie vor weiterem Unheil schützen wolle, lief nach Oben in ihr Zimmer und knallte die Tür laut zu. Plötzlich kam Mr Osborn aus dem Bad und fragte Lilly: ?Wer zum Teufel knallt hier die Türen so laut zu!!!!??????? Lilly merkte, dass ihr Vater sehr verärgert war. Er bemerkte, dass ihr Blick auf Amys Zimmer fiel und marschierte mit einem Handtuch um die Hüften gewickelt auf die Tür zu, machte sie auf, und sah die völlig verheulte Amy auf ihrem Bett sitzen. Sie versuchte ihre Tasche mit einem Taschentuch abzuwischen, doch es gelang ihr nicht ganz, da ihr immer wieder nasse Schminke darauf rann. ?Was ist denn mit deiner Tasche passiert??, fragte Mr Osborn verwirrt. Amy erwiderte nichts sondern starrte ihren Vater mit verweinten Augen an, als Lilly unten in der Küche das Backblech aus dem Ofen holte. Mr Osborn hörte auf zu brüllen, als er sah, wie aufgewühlt seine älteste Tochter war. Der Mann nahm Amy in den Arm und versuchte sie zu beruhigen. Und es klappte tatsächlich! Amy hörte langsam auf zu weinen und schniefte am Ende nur noch ein kleines bisschen. Lilly stand in der Küche und starrte den halb verbrannten Schinken-Käse Toast an. Sie seufzte und dachte sich, ob sie Amy nicht lieber warnen hätte sollen. Kurzer Hand entschloss sie, dass sie sich bei Amy entschuldigen sollte, doch irgendetwas hielt sie davon ab, nach oben zu gehen. Plötzlich bemerkte Lilly, dass draußen immer noch die kleine Ratte herumhuschte. Sie suchte auf dem Boden nach Futter. Lilly bekam etwas Mitleid und holte einen Apfel und ein Stück Käse aus dem Kühlschrank. Voll bepackt machte sie sich auf den Weg nach draußen. Als die Maus das Mädchen entdeckte versteckte sie sich im vom Wind hin und her gewehten hohen Gras. Lilly legte die Lebensmittel an den Wiesenrand und entfernte sie sich langsam von der kleinen, immer noch grünlich gefärbten Maus. Als Lilly hinter der Haustür verschwunden war, kam diese hervor, und bekann vorsichtig am Apfel zu knabbern. Lilly begab sich zum Fenster und beobachtete die Maus beim Mittagessen. Oben im ersten Stock hatte Amy schon eine Milliarde von Taschentüchern verbraucht. Mr Osborn versuchte immer noch Amy zu trösten. Langsam fragte sich Lilly, wo die Beiden blieben. Das Mädchen holte drei Teller, drei Gabeln und Messer und Servierten. Nach etwa vier Minuten begab sich die verheulte Amy aus ihrem Zimmer, marschierte mit trotzigem Blick die Treppe hinunter und setzte sich auf einen der Stühle die im Esszimmer rund um den Mahagonitisch platziert waren. Lilly legte die Toasts auf einen sehr großen Teller und stellte diesen auf den Tisch. Amy beobachtete ihre Schwester und begann erst nach einer Weile einen Toast auf ihren Teller zu legen, und ihn dann zu essen. Schließlich gesellte sich auch Mr Osborn zu der Truppe. Er holte das Ketchup aus der Vorratskammer und begann es auf seinen Teller zu geben. Keiner redete bei diesem Mittagessen. Amy starrte immer wieder hinauf zu ihrer Zimmertür, Mr Osborn grübelte, ob er das Jobangebot annehmen sollte, und Lilly, Lilly hatte nichts zum Nachdenken. Sie starrte mit leerem Blick auf ihren Toast und schob ihn dabei mit der Gabel hin und her. Endlich unterbrach das laute Klingeln des Telefons die ohrenbetäubende Stille. Mr Osborn reagierte zuerst noch gar nicht, doch nach etwa zehn Sekunden klingelte es auch bei ihm. Er ging in Richtung des ?Stilletöters?, und nahm den Hörer ab. ?Osborn hier. Wer spricht??, fragte Lillys Vater mit seiner lauten und kraftvollen Stimme. Die beiden Kinder hörten eine sehr leise Stimme, die fast schon etwas kränklich klang. ?Ja?Natürlich...Bin sofort da?, sprach Mr Osborn in den Hörer und legte auf. ?Kinder ich muss für eine halbe Stunde ins Büro. Könntet ihr es solange ohne mich aushalten?? Die beiden Mädchen nickten synchron. Sie waren ein bisschen traurig, dass ihr Vater sie schon wieder verlassen würde, doch es war ja nur für eine halbe Stunde. Amy stapelte die Teller und stellte sie in das Waschbecken. Lilly übernahm das Besteck. Die Kinder machten den Abwasch und waren rasch damit fertig. Mr Osborn raste die Treppe hinunter, holte seine sieben Sachen, und warf seinen Töchtern einen Luftkuss zu. Als Lilly und Amy den Knall der Autotür hörten, wurde ihnen erst bewusst, dass ein Einbrecher kommen könnte und sie umbringen wollte, was natürlich totaler Schwachsinn war. Amy durchfuhr ein Adrenalinstoß und sie versperrte sofort alle Türen und Fenster. Lilly hingen zog alle Vorhänge zu, damit der Einbrecher durch das Fenster schießen wollte, nicht eines der Mädchen trifft. Die Zwei waren verrückt geworden und rannten quer durch das ganze Haus. Doch als sie zur Kellertür kamen, zögerten die Mädchen. ?Geh du zuerst!?, stotterte Amy. Lilly schüttelte den Kopf ?Nein! Du bist schon älter und du hast dein Leben gelebt. Du kannst jetzt von ? AAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHH!!? Plötzlich hörte Lilly ein Geräusch und zwillte wie eine Wilde. Das steckte auch Amy an und nun kreischten sie zweistimmig. Als plötzlich auch die Türklinke hinuntergedrückt wurde, drehten die Mädchen durch und versuchten die Tür zu versperren. Das war ein Chaos. Amy drückte mit aller Kraft gegen die Tür und Lilly holte einen Regenschirm, falls der Eindringling ins Haus gelangen sollte. Eine Weile ging das Kraftspiel noch weiter, doch plötzlich gab Amy nach und die Tür öffnete sich. Die Mädchen kreischten und Lilly versuchte mit zugekniffenen Augen den Einbrecher mit ihrem Regenschirm zu treffen. Doch auf einmal wurde dieser festgehalten und das Mädchen öffnete ihre Augen. Sie blickte in blaue, schöne Augen, die sie verwirrt ansahen. Lilly erkannte, dass der Einbrecher kein Einbrecher war, sondern ihre eigene Mutter. ?Was soll denn das werden??, fragte sie belustigt, aber die Frau hatte diesen Unterton, der allen Kindern das Fürchten lehrte. ?Was machst du da mit dem Regenschirm?? Lilly hob ihre Schultern hoch und sagte mit versöhnlicher Stimme: ?Wir wollten einen Einbrecher K.O. hauen?? Als Mrs Osborn das hörte, blickte sie auf Amy, der ein riesiges Grinsen auf den Lippen lag. ?Was hast du dazu zu sagen?? Das Mädchen zuckte mit den Schultern und wollte schon nach oben rennen, als ihre Mutter noch sagte: ?Nicht so eilig junges Fräulein! Wir haben da noch einiges zu klären ihr ?Ganovenfänger?.? Mrs Osborn winkte sie zu sich hinüber und die Mädchen erzählten ihr, was geschehen war. Mrs Osborn fing an herzlich zu lachen und die Kinder stimmten mit ein. Plötzlich hörten sie ein lautes Geräusch, das, wie die Familie bemerkte, aus dem Garten kam. ?Wartet ich sehe mal nach, was das war?, erwähnte Mrs Osborn, als sie sich von ihrem Sessel erhob und sich auf den Weg zur Hintertür. Als sie die Tür öffnete, durchfuhr sie ein kalter Schauer. Mitten in ihrem Garten stand plötzlich ein wilder Hund, der gefährlich seine Zähne fletschte und die Frau mit aggressivem Blick anstarrte. ?Brav? ganz brav??, sagte sie vorsichtig zu dem Tier. ?Mum? Ist irgendwas nicht in Ordnung??, fragten die Mädchen mit einem Lächeln auf dem Gesicht. ?Jaja?. Alles okay!?, antwortete ihnen ihre Mutter. Sie wollte nicht, dass ihre Kinder zu ihr kommen könnten, und der Hund noch aggressiver werden könnte. Vorsichtig und langsam schloss Mrs Osborn die Hintertür. Als sie schon fast ganz geschlossen war, lief der Hund auf die Frau zu, doch diese konnte die Tür noch rechtzeitig zumachen und das Tier prallte gegen die Tür. Sofort lief Mrs Osborn zum Telefon und verständigte den Hundefänger. ?Wir haben hier einen Notfall? Ja? Natürlich? Ich verstehe?, Mrs Osborn legte den Hörer mit leerem Blick auf. Sie überlegte, was sie jetzt tun sollte. Plötzlich klingelte das Telefon. Rasch nahm Mrs Osborn den Hörer ab und fragte sofort: ?Hallo? Haben Sie es sich noch einmal?? Die Frau wurde von einer unangenehm kratzigen Stimme unterbrochen. ?Hallo! Ich habe mir schon gedacht, dass sie abheben.? Mrs Osborn verstand nicht, wer das war, und vor allem, was dieser jemand wollte. ?Wer sind Sie?? Eine Weile lang, hörte man nur das Rauschen der Blätter im Wind, doch auf einmal, schien jemand den Wasserhahn aufzudrehen. ?Es wird noch heute geschehen? Es wird heute geschehen! Ich werde die Macht erlangen!!! Hahahaha!!!? ?Entschuldigung, aber wer zum Teufel sind Sie?!?, langsam schien Mrs Osborn nervös und zittrig zu werden, Amy und Lilly starrten neugierig zu ihr hinüber. ?Wer ist denn am Telefon Mum?? Darauf gab ihnen Mrs Osborn aber keine Antwort, da sie so damit beschäftigt war, zu verstehen, was diese Person ihr da erzählte. ?Oke? ich sage dir, wer ich bin. Ich bin?s, Alexandra?, sagte die Stimme im Hörer. ?Ich sitze hier gemütlich auf meiner Couch und sehe mir einen Film über einen durchgeknallten Wissenschaftler an, der die Weltherrschaft an sich reißen will.? Mrs Osborn seufzte erleichtert, als sie ihre alte Bekannte erkannte. ?Du hast mir vielleicht einen Schrecken eingejagt! Ich dachte schon, du bist irgendein Verrückter!? ?Tja ich hoffe das bin ich nicht Liebes. Aber ich wollte dich nur warnen, dass ein tollwütiger Hund ausgerissen ist, und da wollte ich mich vergewissern, dass es dir gut geht, denn dieser Köter soll doch direkt in eure Straße eingebogen sein habe ich gehört. Es geht dir doch gut Liebes oder etwa nicht??, plapperte Alexandra vor sich hin. ?Ja es geht mir gut, aber im Hintergarten machte ich eine neue Bekanntschaft mit einem kleinen Hündchen, das genau auf deine Beschreibung zutrifft.?, erzählte Mrs Osborn ihrer Freundin. Ihr lief es kalt über den Rücken, als sie sich an den Hund erinnerte. ?Oh Gott!!!?, schrie Alexandra ins Telefon. ?Hast du schon den Hundefänger alarmiert?? ?Ja, aber die haben im Moment wichtigeres zu tun. Ich versuch es gleich wieder.? Die Frau am anderen Ende des Telefons seufzte, und staunte immer wieder, wie ihre Freundin bei solchen Umständen nur die Ruhe bewahren konnte. Sie selbst würde sofort durchdrehen wenn sie so ein Vieh in ihrem Garten stehen sehen würde. ?Tja Liebes, ich lege dann mal besser auf, bevor sich dieses Tier noch durch deine Hauswand frisst. Ruf mich bald wieder an!?, befahl Alexandra Mrs Osborn. ?Mach es gut!?, gab diese zurück. Sie legte auf und tippte schon wieder die Nummer des Hundefängers in das Telefon und legt den Hörer zu ihrem rechten Ohr. Es klingelte nur zweimal und ein Mann mit tiefer Stimme fragte: ?Hallo? Hundefänger Andrew Markson hier. Kann ich Ihnen helfen?? ?Ja?, antwortete Mrs Osborn. ?ich glaube das können Sie. Bei mir im Garten ist nämlich ein tollwütiger Hund zu Besuch, und ich würde mich sehr freuen, wenn Sie ihn da wegholen.? Klipp und klar antwortete Andrew: ?Natürlich. Wo wohnen Sie?? ?Radville 110. Bitte beeilen Sie sich?, sagte Mrs Osborn. Am anderen Ende des Hörers nickte der Mann. ?Ich komme sofort.? Nach etwa einer Sekunde hörte Mrs Osborn nur noch den Piepston der erklang, wenn jemand auflegte. Schließlich legte auch sie den Hörer auf und wandte sich zu ihren Töchtern um, die sie neugierig anstarrten. ?Wer war denn dran??, fragte Lilly neugierig. Ihre Mutter antwortete: ?Niemand Wichtiges? Und geht unter gar keinen Umständen in den Hintergarten!? Mrs Osborn sah ihre beiden Töchter streng an, als sie das sagte. Die Frau hatte Angst, doch sie wollte sie vor ihren Kindern nicht zeigen. Kapitel 2 Plötzlich hörten sie ein sehr lautes Geräusch, das scheinbar von der Straße kam. Es klang wie ein der Straße entlang schrammendes Auto, das gleich explodieren würde. Neugierig sahen alle Drei aus dem Fenster. Auf dem Wagen war das Wort ?Hundefänger? abgebildet, doch es war zerkratzt, und nicht mehr gut sichtbar. Ein stämmiger Mann öffnete die Autotür. Er hatte einen blauem Overall und eine schwarze Schildkappe an. Offensichtlich war es Andrew Markson, der Hundefänger von Radville. Er ging auf den Kofferraum zu und öffnete ihn. Darin befanden sich zahlreiche Dinge wie Netze, Schießgewehre, und Betäubungspfeile. Mr Markson holte ein Netz heraus und ging zielstrebig auf die Eingangstür zu. Er wollte gerade auf die Klingel drücken, doch Mrs Osborn kam ihm zuvor und öffnete die Tür. ?Hallo!?, sagte die Frau freundlich. ?Sie müssen Mr Markson sein nicht wahr?? Der Mann nickte nur und fügte anschließend hinzu: ?Wo steckt denn das kleine Problem?? Mrs Osborn konnte dieses Problem nicht gerade als klein bezeichnen, denn ein tollwütiger Hund im Hintergarten ist keine Kleinigkeit. ?Hier im Hintergarten? Folgen Sie mir.?, forderte Mrs Osborn den Mann auf. Dieser folgte ihr ohne ein einziges Wort. Die beiden Mädchen starrten sich verwirrt an, als sie bemerkten, dass ein Hundefänger ihr Haus betrat. Als Mrs Osborn die Tür erneut öffnete, blickten sie erneut die funkelnden Augen des Tieres an. Mr Markson ging einen Schritt auf den Hund zu, doch dieser schnappte aggressiv nach ihm. Lilly erhob sich von ihrem Platz und wollte nachsehen, was da vor sich ging. Als Mrs Osborn bemerkte, dass Lilly sich bei ihr unterhakte, reagierte sie blitzschnell. ?Was machst du da!??, fauchte sie. ?Geh sofort wieder in die Küche oder nach Oben!? Lilly sah ihre Mutter verwirrt an. So hatte sie Mrs Osborn noch nie erlebt - so schroff und unbarmherzig. Als das Mädchen sich auf den Weg nach Oben machen wollte, hörte sie das Klimpern eines Schlüsselbundes. Plötzlich öffnete sich die Tür, und Mr Osborn kam hervor. ?Hallo Schatz!?, begrüßte er seine Tochter. Erst jetzt bemerkte er, dass Mrs Osborn wieder zu Hause war. ?Hi Amanda!?, sagte er voller Freude und mit einem Grinsen auf dem Gesicht. ?Wie geht es dir?? Mrs Osborn drehte sich um, und begann ebenfalls zu strahlen, als sie ihren Mann sah. ?Thomas! Wie schön, dass du wieder da bist!? Sie ging auf ihn zu und drückte ihm einen Kuss auf die Wange. ?Ich habe dich so vermisst!?, fügte die Frau hinzu. ?Ich dich auch!?, ergänzte Mr Osborn erneut mit einem riesigen Lächeln auf dem Gesicht. Die Beiden wurden von einem haarsträubenden Geräusch aus ihrem Glück gerissen. Was zum Teufel war das jetzt? ? schien sich jeder in diesem Raum zu fragen. Sie sollten es gleich erfahren, da der tollwütige Hund gefährlich nach dem Hundefänger schnappte. Dieser wich zurück und gab nun also dem Hund freie Bahn. Er konnte nun ungestört einfach so ins Haus spazieren, tat es aber nicht. Allen Anwesenden lief es kalt den Rücken hinunter. Keiner rührte sich auch nur einen klitzekleinen Millimeter. Alles schien stillzustehen. Lilly kam es schon so vor, als würden sich noch nicht einmal mehr die Bäume bewegen. Es war schrecklich! Plötzlich hörte der Hund, alias: DAS BIEST, einen geradezu scheußlichen Ton, der ihm noch das Fürchten lehren sollte, denn das war der Klang, den Hunde generell nicht gerne hörten. Es war der Ton einer Hundepfeife. Es schien aus dem Wald zu kommen. Blitzschnell sprintete der Hund los und verschwand schließlich ganz. Draußen war es schon dämmrig geworden. Niemanden war bewusst, dass es schon so spät war. Alle standen genau wie zuvor, nur steif wie ein Brett da, bis Amy sagte: ?Äh? wäre es nicht besser wenn wir die Tür schließen würden Leute? Sonst kommt das Vieh noch zurück.? Mr Markson schloss die Tür mit einem Abwesenden Blick. Es schien, als wäre er ganz wo anders. Der Mann ging auf die Vordertür zu und vergaß ganz und gar, irgendwas für seine Dienste zu verrechnen. Niemanden schien es etwas auszumachen. Plötzlich schüttelte Mrs Osborn den Kopf um wieder wach zu werden. ?Vielen Dank Mr Markson? Sie haben uns wirklich geholfen.?, sagte sie ? immer noch abwesend. Der Mann öffnete die Tür und verschwand in seinem kleinen PKW. Irgendetwas stimmte an diesem Abend nicht, doch keiner konnte sich erklären was. Lilly und Amy gingen wie hypnotisiert auf ihre Zimmer. Die beiden hörten noch das schleifende Geräusch von Mr Marksons Wagen. Mr und Mrs Osborn blieben noch eine Weile in der Küche und redeten. Lilly rieb sich verschlafen die Augen und versuchte sich wieder einmal hinzulegen. Nach etwa zehn Minuten war Lilly eingeschlafen. Plötzlich riss sie etwas sehr unangenehmes aus dem Schlaf. Ein stechender Geruch. Knisternde Geräusche. Einen schrecklichen Schmerz an ihrem linken Bein. Lilly riss die Augen auf. Sie blickte in ein einziges Flammenmeer. Wo auch immer sie versuchte einen Ausgang zu finden, war nichts. Auf einmal stürzte das Mädchen hinunter in das Erdgeschoss und verletzte sich dabei so sehr, dass sie nicht mehr aufstehen konnte. Plötzlich kamen die Wände immer näher und als Lilly eigentlich flach wie eine Flunder sein sollte, wachte sie auf und blickte ihrer weißen Decke entgegen. Das Mädchen griff sich an die Stirn und bemerkte, dass sie schweißgebadet und heiß wie eine Herdplatte war. Sofort sprang se aus ihrem Bett, doch ihr wurde klar, dass sich danach sofort Schwindelgefühle breitmachten. Also ging sie langsam und vorsichtig die Mahagonitreppe hinunter ? zum Schlafzimmer ihrer Eltern. ?Mum. Dad. Wacht auf!?, flüsterte sie leise. Mrs Osborn knipste das Licht ein und blickte Lilly mit verschlafenen Augen an. ?Was ist denn mein Schatz??, fragte sie. ?Mir geht?s nicht so gut?, erwiderte Lilly mit ihrem glasigen Blick. ?Ich glaube ich habe Fieber.? Mrs Osborn winkte sie zu sich hinüber und legte ihren Handrücken auf Lillys Stirn und sagte dann: ?Ja du bist ziemlich heiß? Komm rein ins Bett!? Lilly kuschelte sich zwischen ihre Eltern und schlief sofort ein. Um acht Uhr Morgens fielen die ersten Sonnenstrahlen ins Schlafzimmer von Mr und Mrs Osborn. Lilly machte ihre Augen auf und zu, um sich um die Helligkeit zu gewöhnen. Nach etwa fünf Minuten kroch sie aus dem Bett und machte sich auf den Weg in die Küche. Ihr Kopf brummte und fühlte sich so schwer wie Blei an. Als das Mädchen in der Küche angelangt war, saßen schon alle am Tisch und frühstückten. ?Guten Morgen Schatz.?, sagte Mr Osborn während er sich ein Butterbrot strich. ?Geht?s dir wieder besser?? Lilly nickte verlegen und setzte sich neben ihre Mutter. ?Wie wär?s wenn wir heute einen DVD Nachmittag machen??, fragte sie. Lilly nickte erneut und nahm sich eines der Brote. ?Heute ist wieder ein wunderschöner Tag hier in Radville Leute!?, sprach eine Stimme aus dem Radio. Es war Kurt der Moderator. ?Wir haben uns gedacht heute ein kleines Quiz zu veranstalten. Wer auch immer gewinnt, bekommt einen riesigen Plasma Fernseher!! Wäre das etwas für Sie?? Dann rufen Sie jetzt an!!!? Lilly schüttelte nur den Kopf als wollte sie sagen, dass bei solchen Quiz sowieso niemand gewinnen würde. Amy erkannte die Situation als eine von der Art ?JETZTKRIEGICHWASICHWILL? Situationen an. ?Daddy, Daddy!! Schnell ruf an! Ich will? äh ich meine wir alle wollen doch schon seit Langem einen Plasma Fernseher!?, schrie sie quer durch den Raum. ?Na komm schon!? Mr Osborn rollte nur mit den Augen und fuhr damit fort sein Butterbrot zu verspeisen. Als wüsste Amy, was das heißen sollte, und begann niedergeschlagen auf ihrem Toast herum zu kauen. In Lillys Kopf schwirrten unterschiedlichste Gedanken herum. Sie konnte sich kaum aufs Essen konzentrieren. Nach etwa einer halben Minute viel ihr sogar das Brot aus den Händen. Das Mädchen war hundemüde. ?Schatz ich gehe mal zum Filmverleih und hol uns ein paar DVDs?, sagte Mrs Osborn und zog sich ihre Jacke an. ?Bis später dann!? Sie nahm den Schlüssel und ging den mit Kies bedeckten Weg zur Stadt entlang. ?Ich leg mich dann wieder mal hin?, sagte Lilly nachdem sie aufgegessen hatte. ?Soll ich dir einen Tee machen??, fragte sie Mr Osborn. Fortsetzung folgt...

Hallo Katharina! Es ist immer wieder ein Genuss, deine Geschichten zu lesen! Ich staune stets aufs Neue über deinen Wortschatz und deine bildhafte Sprache! Köstlich amüsiert habe ich mich über den monokeltragenden Zahnstochermann! Deine Texte haben bereits einen Wiedererkennungswert und die vielen Ideen, die darin stecken, könnten mehrere Bücher füllen! Gratulation!

25.03.2010 15:53 Florian
Das Gespensterschloss Es war einmal ein kleines Gespenst. Das kannte viele, viele Turnübungen. Darum wurde es auch immer Turnschlossgespenst genannt. Es flog immer in Häusern herum und war ein ganz liebes Gespenst. Einmal fand es ein paar bunte Herzen aus Papier. Sie waren aus Briefpapier gemacht und lagen in einem Haus am Boden. Und stell dir vor: Auf den Herzen waren sogar Turnübungen aufgeschrieben! Und da kam plötzlich ein Roboter herein bei der Türe. Das Turnschlossgespenst machte sich schnell unsichtbar. Gespenster haben nämlich Angst vor Robotern. Aber der Roboter hatte ein Unsichtbarfunksignal. Damit konnte er sehen, ob sich ein Unsichtbarer ins Haus geschlichen hatte. Die bunten Herzen lösten sich plötzlich in Luft auf und ein starker Tornado kam ins Haus und wehte den Rober weg. Das Gespenst war sehr glücklich, dass der Roboter wieder weg war. Florian 7 Jahre

Hallo Florian! Danke für deine tolle Geschichte! Die Idee, von einem Gespenst zu schreiben, das turnen kann, ist lustig. Ja, und die Vorstellung, dass plötzlich ein Roboter bei der Türe hereinspaziert, ist wirklich gruselig! Es ist gut vorstellbar, dass sich da auch das kleine Turngespenst zu fürchten beginnt! Liest du gerne? Deine Geschichte sprudelt nur so vor spannenden Ideen! Bis bald!

11.03.2010 15:53 Katharina Webhofer
Diese Geschichte habe ich mit 8 Jahren geschrieben: Ein verrückter Tausch Sarah war ein ganz normales Mädchen aber etwas unterschied sie von den anderen. Sie kann nämlich zaubern zum Beispiel kann sie Sachen zum Schweben bringen, Dinge wegzaubern und auf Besen fliegen. Aber fliegen ist nicht so ihre Stärke, sie fliegt nämlich immer in Bäume danach hat sie dann immer Zweige in ihrer Unterhose die muss sie dann immer rausholen das ist gar nicht lustig denn die kriegt man nur schwer wieder raus. Die anderen Hexen lachen sie deshalb aus nur Sarahs beste Freundin Lisa lacht nicht mit. Lisa ist die beste Schülerin in der Hexenschule die anderen interessiert es aber nicht. Lisa und Sarah waren wie Außenseiter die anderen schließen sie beinhart ohne Ausnahme aus. Eines Tages heckten die anderen Mädchen etwas sehr gemeines aus sie wollten die Seele von Sarah in den Körper von Lisa stecken und Lisa in Sarahs Körper. Sie schlichen sich an die beiden heran und flüsterten den Spruch. Dann schwebte der Geist von Lisa in Sarahs Körper und Sarahs in Lisas. Die Mädchen hatten sich mittlerweile weggeschlichen. Danach sahen sich beide mit erschrockener Mine an. Sie glaubten beide nicht was sie da sahen. Nach einer Weile beruhigten sich die beiden Mädchen. Dann überlegten beide ein bisschen und schließlich viel ihnen ein, wer es gewesen sein könnte. Es waren Doris und Sally. Nur diese zwei sind böse genug um so etwas zu tun. Die zwei Mädchen wussten nicht was sie tun sollten. Aber dann hatten sie die rettende Idee. Sie suchen in dem Buch der ALLWISSENDEN dass geht aber nur wenn sie an den Wächtern vorbei kämen. Und die sind ganzschön gut in ihrem Job. Sie schlichen sich ganz leise durch die Bibliothek dass einzige blöde an der Sache ist dass es dunkel war und die Wächter sich dort herumtrieben. Auf einmal hörte einer der Wächter die beiden Mädchen da bekamen sie solche Angst das ihnen die Knie schlotterten Gott sei Dank hörte er etwas anderes. Sie schlichen also weiter in die Bibliothek. Als sie drin waren sahen sie das Buch vor sich auf einem Ständer liegen. Lisa nahm das Buch und sagte, dass sie sich beeilen sollten! Dann hörten sie das Knarren einer Tür. Ein Wächter sah hinein um sicher zu stellen, dass niemand mehr drinnen war weil er jetzt die Tür zuschloss. Dass war jetzt natürlich blöd für beide, denn jetzt konnten sie nicht mehr hinaus. Dann sagte Lisa dass Sarah ihren Besen herbei holen sollte. Sarah war damit nicht sehr einverstanden. Aber nach langem Bitten sagte sie endlich ja. Sie zauberte ihren Besen her und er kam angeflogen, sie setzten sich beide hinauf und flogen durch das offene Fenster. Als sie draußen waren landeten sie. Sarah konnte es nicht fassen das sie wirklich geflogen sind. Dann las Lisa den Gegenspruch auf und Sarah war wieder Sarah und Lisa war wieder Lisa beide waren wieder sie selbst. Und was mit Doris, Nina und Sally passiert ist die, müssen morgen Nachsitzen und das Buch ist wieder an seinem rechtmäßigen Platz zurückgekehrt.

Hallo, liebe Katharina! Danke, dass du mir diese schöne Geschichte geschickt hast! Ich musste laut lachen, als ich das mit den Zweigen in der Unterhose las! Man merkt, dass du deine Geschichten erst in Bildern erlebst, bevor du sie niederschreibst! Liest du sehr viele Bücher? Ich finde, dass man das an deinen Texten erkennt! Es ist toll, dass du deine Geschichten alle aufbewahrst, denn so kannst du später einmal über deine schönen Werke staunen!

10.03.2010 15:01 Katharina Webhofer
Pferde, Chaos, Krisen ?Aufstehen Langschläfer!!?, sagte Mrs Osborn zu ihrer Tochter Lilly. ?Zehn Minuten noch Mama!?, erwiderte Lilly. ?Auf keinen Fall!?, sagte Mrs Osborn. ?Wir wollen doch nicht, dass du deine Reitstunde verpasst!? ?Verdammt!?, dachte Lilly. Sie hüpfte aus dem Bett holte ihre Reitsachen, zog sich an, raste die Treppe hinunter und setzte sich in das Auto. Mrs Osborn startete den Motor und schon fuhren die beiden los. Auf dem Weg zum Reitstall, sahen sie viele Bauernhöfe und eine Menge Tiere. Doch dann bog sie in eine kleine Seitenstraße ein. Endlich sah man den Reitstall. Er hatte ein grünes Dach, und er war riesig. Auf der Weide standen sehr viele Pferde. Einige davon sahen neugierig zu Lilly hinüber. ?Wow, es ist echt schön hier!?, sagte Lilly mit einem Grinsen auf dem Gesicht und als der Wagen zum Stehen kam, lief ihnen ein Hund entgegen. Er war sehr groß. Sah aus wie ein ziemlich kleingeratenes Pony. Lilly stürmte auf die Weide zu, wo die Pferde standen. ?Komm her!?, sagte sie leise zu einem schwarzweißen Pferd. ?Mama, was ist das für eine Rasse??, fragte Lilly neugierig. ?Ein Quarter Horse?, entgegnete ihr Mrs Osborn. Sie ließ Lilly bei den Pferden und ging in den Aufenthaltstraum, da das Mädchen wahrscheinlich lieber bei den Pferden blieb. ?Hallo, ich bin Mrs Osborn. Sind Sie hier die Reitlehrerin??, fragte Lillys Mutter. Die Frau nickte stumm und ging auf ein großes Buch voller Namen von Pferden und Reitern zu. ?Wie heißt derjenige der heute bei uns reitet??, fragte die Reitlehrerin freundlich. ?Lilly Osborn?, antwortete ihr Mrs Osborn. ?Sind sie etwa die Mutter dieses Mädchens??, fragte die Frau Mrs Osborn. ?Ja.. wieso??, erwiderte ihr diese verwundert über den plötzlichen Wandel von total gestresst auf sehr neugierig. ?Dann sind Sie ja die berühmte Reiterin Amanda Saler??, die Frau sagte dies so laut, dass nach einer Weile schon fast alle Leute nacheinander zu ihnen hinüberblickten. ?Tja, das war mein Mädchenname aber ja, das bin ich?, antwortete Mrs Osborn der Reitlehrerin. ?Aber ich reite schon lange nicht mehr.? ?Schade?. . Na gut dann verrate ich Ihnen mal auf wem Lilly heute reitet?. Aha da haben wir es ja schon. Sie reitet heute auf Max.? ?Gut, dann werde ich Lilly wohl mal holen müssen.?, sagte Mrs Osborn und ging zu ihrer Tochter, die ganz verträumt zu den Pferden blickte. ?Lilly komm, du musst jetzt Max von der Weide holen!?, sagte sie. ?Welches Pferd ist Max??, fragte Lilly. ?Das weiß ich nicht genau aber frag doch mal die Reitlehrerin??, schlug ihre Mutter vor. ,,Okay?, erwiderte Lilly. Sie lief in den Aufenthaltsraum und fragte die Reitlehrerin nach Max. ?Warte ich zeige dir ein Bild von ihm?, antwortete ihr diese auf ihre Frage. Max war Braun und groß, das Mädchen verliebte sich sofort in das hübsche Pferdchen. Sie holte noch rasch ein Halfter aus dem Stall und eilte auf die Weide. ?Gut, nur, wo ist Max denn jetzt??, fragte Lilly sich in Gedanken. Da sah das Mädchen ein braunes Pferd auf der Weide stehen und ging darauf zu. ?Ich glaube das ist Max!?, sagte sie zu ihrer Mutter, die am Rand der Weide stand und sie beobachtete. Lilly versuchte ihm das Halfter umzulegen, doch es wollte einfach nicht klappen, was natürlich klar war, da sie heute zu ersten Mal ein Pferd reiten würde. Mrs Osborn eilte zur Hilfe und bei ihr klappte es natürlich beim ersten Mal. Sie schloss das Gatter auf, machte eine rasche Umdrehung, schloss dass Gatter wieder ab und überreichte Lilly das Pferd. Das Mädchen hing Max Halfter an einem Strick an und holte einen Striegel, eine Kardätsche und einen Hufkratzer. Lilly putzte Max, bis er richtig glänzte. Doch auch bei dem Hufe auskratzen half ihr Mrs Osborn. Max glänzte richtig und sein Fell fühlte sich seidig an. Nun ging sie in die Sattelkammer, holte den Sattel und das Zaumzeug, auf dem ein Schildchen befestigt war, das darauf hinwies, dass diese Sachen zu Max gehörten und marschierte mit ihnen zu Max zurück. Zuerst legte Lilly die Satteldecke auf Max Rücken, wie es ihr ihre Mutter sagte. Dann kam der Sattel dran. Er war ziemlich schwer. Plötzlich rutschte er ab und viel mit lautem Krach auf den Boden. ?Ist irgendetwas passiert??, fragte sie ihre Mutter, da sie gerade den Pferden beim grasen zugesehen hatte. ?Nein, nein?, antwortete Lilly. Schon beruhigte sich Mrs Osborn wieder und half Lilly das große Tier auf zu satteln. Doch beim aufzäumen war es ein bisschen schwieriger. Max nahm die Trense einfach nicht ins Maul und selbst Mrs Osborn schaffte es nicht. Da ging Lilly zur Reitlehrerin und bat sie um Hilfe. Nun war es endlich geschafft. Lilly sah hinüber zum Springplatz und sah ein wunderschönes Pferd, das über sehr hohe Hindernisse sprang. Sie war schwer beeindruckt von diesem Pferd und dem Reiter. ?Ich möchte auch mal so reiten können!?, dachte Lilly sich. ?Komm Schatz deine Reitstunde fängt gleich an!?, meinte Mrs Osborn. Lilly ging mit Max in die Halle. Es waren noch viele andere Reiter gekommen. ?Gurtet alle mal nach!!?, sagte die Reitlehrerin. ?Ich bin heute eure Reitlehrerin! Mein Name ist Nadja! Wer nicht nachgurten kann, dem helfe ich!? Schon kam auf Lilly zu. ?Hast du schon deine Steigbügel eingestellt??, fragte sie während sie nachgurtete. ?Nein?, sagte Lilly kleinlaut. ?Okay, dann werde ich das für dich übernehmen!?, meinte sie. ?Steig doch mal auf!? Lilly wusste nicht so recht, wie sie das machen sollte, aber irgendwie funktionierte es. ?Sehr gut. Jetzt leg deinen Fuß doch mal nach vorne!?, sagte Nadja. ?Sehr gut. Jetzt den anderen! Schön jetzt kannst du loslegen! Wenn du Schritt gehen willst, musst du abwechselnd mit den Schenkeln Druck ausüben. Sehr gut! Mach mal so weiter. Wenn du halten willst, musst du die Schenkel an den Bauch pressen und die Zügel annehmen! Du lenkst dass Pferd indem du, wenn du nach rechts willst, den linken Schenkel anlegst und wenn du nach links willst den rechten Schenkel anlegst. Du darfst aber auch ein bisschen mit den Zügeln nachhelfen. Hauptsache, du ziehst nicht ruckartig oder zu fest okay?? ?Verstanden?, sagte Lilly und ritt los. Eigentlich ritt sie ganz gut, bis es zum Trab kam. Zwar erklärte Nadja ihr dieGangart sehr schön, aber trotzdem viel Lilly der Trab sehr schwer. Und plötzlich geschah es: Lilly fiel vom Pferd, zwar nicht so schlimm aber ihr Hintern schmerzte ein bisschen. Schnell stieg sie wieder auf und setzte ihren Ritt fort. Ab nun lief es toll. Ausgerechnet jetzt sagte Nadja: ?Gut, dann parieren wir wieder zum Schritt durch! Und jetzt reitet die Pferde in dieser Gangart ab!? Lilly wäre gerne noch länger getrabt, aber besser als nie! Nun mussten die Kinder absitzen. ?Wie heißt du denn? Luschi??, fragte ein Mädchen eitel, ?Niemand, der mir bis jetzt untergekommen ist, reitet so schlecht wie du!? ?Nein. Ich heiße Lilly Osborn, falls es dich interessiert?, meinte Lilly. ?Nein eigentlich nicht?, erwiderte das Mädchen scharf. Nun setzte sich Lilly in Bewegung. ?Tschüss LUSCHI!!!?, rief ihr das Mädchen noch entgegen. ?Dumme Kuh!?, murmelte Lilly als sie zum Ausgangstor ging. ?Na wie war es Liebling??, fragte ihre Mutter sie. ?Toll... bis dieses Mädchen aufgetaucht ist?, antwortete Lilly. ?Welches Mädchen denn??, meinte Mrs Osborn verdutzt. ?Ach, so eine Zicke?, schimpfte Lilly. ?Naja?, sagte Mrs Osborn während Lilly Max an einem Karabiner anhing. ?Von solchen Leuten darfst du dich nicht unterkriegen lassen mein Schatz?, fügte sie hinzu. ?Du kannst Max hier angehängt lassen er geht noch eine Stunde weiter. Wiedersehen Amanda!?, sagte Nadja mit einem Hauch von Stress. ?Komm Schatz, gehen wir zum Auto deine Schwester wartet schon!?, meinte Mrs Osborn während sie sich schon auf den Weg zum Wagen machte. Lillys Schwester war vier Jahre älter als sie und ein bisschen eingebildet und wollte nichts mit Tieren zu tun haben, die in Ställen lebten. ?Alles nur voller Dreck diese Ställe?, und ?Die Viecher stinken doch bloß?. Lilly konnte das nicht verstehen. ?Pferde sind doch keine Viecher?, dachte sie sich immer wieder. Tja, bei solchen Leuten konnte man eben nichts machen. Als Mrs Osborn und Lilly am Auto angelangt waren und die Tür aufmachten, grinste Lilly ein übertrieben geschminktes Gesicht vom Vordersitz aus entgegen. ?Na das wird ja jetzt aber Zeit!?, sagte Amy. ?Ich kann doch nicht ewig?..?, sie unterbrach sich und rümpfte die Nase als sich Lilly in den Wagen setzte. ?Was ist denn hier gestorben? Stinkt ja widerlich! Noch schlimmer als Dads Sportsocken die niemand anfassen will!? ?Das ist Pferdegeruch falls du noch nicht gemerkt hast, dass ich Reiten war!?, fauchte Lilly zurück. ?Schluss jetzt Kinder!?, schimpfte Mrs Osborn. Amy verdrehte die Augen und widmete ihren Blick wieder der vorbeisausenden Landschaft. Sie fing an sich Lippenstift aufzutragen. Das tat sie alle zehn Minuten. Als sie durch den Wald fuhren lief plötzlich ein Reh über die Straße und Mrs Osborn startete eine Vollbremsung. Dabei fuhr sich Amy den Lippenstift im ganzen Gesicht herum. ,,Oh! Ich glaubs einfach nicht!?, schimpfte sie. ?Dieses dumme Vieh ist Schuld, dass ich jetzt ausseh` wie eine Schminkpuppe einer dreijährigen!? Der Wagen setzte sich wieder in Bewegung. ?Tust du das nicht immer!??, sagte Lilly und versuchte krampfhaft ein Lachen zu unterdrücken. ?Halt die Klappe Gaulknutscher!?, warf sie Lilly an den Kopf. Plötzlich hielt Mrs Osborn den Wagen an. Lilly knallte mit dem Kopf gegen den Vordersitz und rieb sich diesen nun. Amy grinste höhnisch. ,,Schluss jetzt Kinder! Wer weiter streitet geht den restlichen Weg zu Fuß! Verstanden!?!?, schimpfte Mrs Osborn in einer nicht ganz angenehmen Lautstärke. Amy drehte sich um und blickte griesgrämig aus dem Fenster. Lilly saß nur da, rieb sich den Kopf noch immer und schwieg die restliche Heimfahrt. Als sie Zuhause waren sagte Mrs Osborn nur: ,,Lilly du gehst dich jetzt baden und Amy wasch dir den Lippenstift aus dem Gesicht!? Lilly trottete die Treppe hinauf in ihr Zimmer um sich frische Klamotten zu holen. Anschließend machte sie sich auf den Weg ins Bad, doch wen sah sie dort? ,, Amy! Mom hat gesagt ich soll mich jetzt duschen!?, sagte Lilly und versuchte dabei nicht gemein zu klingen. ?Pech gehabt?, entgegnete ihr Amy nur. ?bin sowieso gleich fertig.? Sie ließ sich Zeit aus dem Bad zu gehen und man bemerkte, dass sie noch versuchte die Schwache Farbe des Lippenstifts von ihrer Wange zu wischen. Lilly marschierte ins Bad und verschloss die Tür. Während sie gemütlich in der Wanne saß machte sie sich Gedanken über die Reitstunde heute Morgen. Sie musste einfach immer an dieses Mädchen denken. ?Ich hab noch niemanden in meinem ganzen Leben so schlecht reiten gesehen wie dich? schoss es ihr immer durch den Kopf. ?Heißt du etwa Luschi?? all dies hing in ihrem darin fest. ?Mann wie lange denn noch du Trödeltante?!?, rief Amy hinein. ?Welcher normale Mensch muss denn zwei Stunden lang im Bad bleiben!?? Erst jetzt bemerkte Lilly das sie eine lange Zeit damit verbracht hatte, sich Gedanken über ein Mädchen zu machen, die sie noch nicht einmal richtig kannte. Mom sagte immer: ?Der erste Eindruck kann täuschen!? Doch Lilly nahm das sowieso nicht ernst. Amy stand ungeduldig vor der Tür als diese sich nach ein paar Minuten öffnete. ,,Na endlich!?, fuhr Amy sie an. ?Du hast echt lang genug im Wasser gelegen!? Lilly machte sich auf Zehenspitzen und einem Handtuch um den Kopf gewickelt auf den Weg in ihr Zimmer. Als sie die Tür öffnete ließ sie sich sofort mit einem Schwung auf ihr Bett fallen. Dabei löste sich der Turban aus Handtüchern und es lag nun ausgebreitet auf dem Bett und durchnässte es. Lilly starrte wie gebannt auf ihre weiße Decke. Ihr war nun erst klar geworden wie müde sie eigentlich war. Lilly entschloss sich ein kleines Nickerchen zu machen und griff sich den Zipfel ihrer Bettdecke und schlüpfte dort hinein. Gerade als sie fast schon eingeschlafen war, drückte jemand die Türklinke mit einem Rums herunter und Lilly wurde unsanft aus ihrem Halbschlaf gerissen als sie gerüttelt wurde. ?LILLY!?, fauchte ihre Schwester und hielt etwas Undefinierbares in ihrer Hand. ?Was ist das?!? ?Weiß ich doch nicht?, erwiderte Lilly verschlafen. Es war schwer zu erklären was es war, aber sie vermutete, es handelte sich darum um einen langen Strang von grünbraunen Haaren. ?Das ist ja so was von eklig, und es stinkt auch noch zum Himmel!!!!?, stieß Amy angewidert hervor. Bei ihrem Gesichtsausdruck musste Lilly kichern. ?Was ist daran bitte so witzig??, fauchte ihre Schwester. Blitzartig verging Lilly das Lachen und aus ihrem gerade noch entspannten Gesichtsausdruck wurde eine ernste, etwas angewiderte Miene. Denn sie sah etwas, was sich im inneren des Haarklumpens bewegte. Sofort stieß sie einen Schrei aus, der Amy durch Mark und Bein ging, und sie deshalb den Klumpen fallen ließ. Etwas kleines grau-grün gefärbtes kam zum Vorschein und nun verzog auch Amy das Gesicht und hüpfte auf Lillys Bett. Lilly und ihre Schwester sahen angewidert das auf dem Boden herumkriechende Ding an. Nun konnte man auch schon ein bisschen erkennen. Es war eine kleine graue, aber von dem grünen Klumpen etwas grünlich gefärbte Ratte. ?Igitt!?, stieß Amy angewidert hervor. Lilly beobachtete das kleine graue ?Rättchen? neugierig. ?Ich sage Mom sie soll sie wegbringen?, sagte Lilly einfach und eilte die Treppe hinunter. ?Mom! Da ist eine Ratte in meinem Zimmer!? ?Eine WAS!!!?, fragte ihre Mutter erschrocken. ?Ich komme gleich rauf!? Lillys Mutter war ziemlich im Stress, da sie in einer halben Stunde schon im Auto sitzen und zu einem äußerst wichtigen Meeting fahren müsste. Doch ihr Mann Thomas war noch nicht von seiner Tagung zurück um auf die Kinder aufzupassen. Lilly merkte, dass sie jetzt keine Lust hatte, sich mit solchen überflüssigen Dingen herumzuschlagen deshalb verstärkte sie ihr Tempo und nun trabte sie schon fast. Als die Beiden in Lillys Zimmer ankamen, sahen sie Amy mit den Armen um die Knie geschlungen hin und her wippend. ?Schatz! Komm her Liebes!?, beruhigte Mrs Osborn ihre Tochter. Plötzlich stoppte die Frau und sah angeekelt auf den Fußboden, wo die kleine Ratte fast so erschrocken dreinschaute wie Amy. ?Wartet bitte hier, ich hole ein Handtuch?, sagte Mrs Osborn ungeduldig. ?Eines wüsste ich aber noch gerne Amy. Wie hast du diesen riesigen Klumpen aus dem Waschbecken ziehen können??, hakte Lilly neugierig nach. ?Ich habe sie nicht aus dem Waschbecken? und glaub mir, dass du das lieber nicht erfahren würdest?, antwortete Amy mit einer verschreckten Miene. Lilly starrte ihr Schwester verwirrt an und dachte: ?Wenn sie nicht aus dem Waschbecken kommt, woher?.? ?OH GOTT!! Du hast sie aus dem Klo gezogen!!!?, stieß sie plötzlich hervor. ?Du spinnst doch!!! Ich würde niemals das Klo anfassen!!!?, entgegnete ihr Amy. ?Lilly aus dem Weg!?, sagte Mrs Osborn genervt. Und schon hatte sie die Ratte, die sich vor Schreck keinen Zentimeter rührte, in das Handtuch gewickelt. Kaum war Mrs Osborn außer Sichtweite, fing Amy auch schon an zu plappern: ?Ich habe diesen Klumpen nicht aus dem Klo, sonder aus dem Schlafzimmer von Mum und Dad? Lilly starrte sie erneut verwirrt an. ?So Kinder?, unterbrach sie Mrs Osborn. ?Euer Vater kommt in zehn Minuten und ich möchte nicht, dass ihr in dieser Zeit das ganze Haus in Flammen setzt okay?? Die beiden Kinder nickten. Keine von ihnen würde es auch nur wagen etwas nur annähernd Blödes zu veranstalten, wenn ihre Mutter so aufgelegt war, wie jetzt. Mit strengem Blick verließ Mrs Osborn Lillys Zimmer und zog sich rasch ihre Jacke an. Nach etwa einer Minute hörte man noch die Autoschlüssel klimpern und mit einem Knall fiel die Tür ins Schloss. ?Was macht eine Ratte im Schlafzimmer von Mum und Dad??, fragte Lilly nach etwa einer halben Ewigkeit des Schweigens. ?Wieso fragst du mich das? Du bist doch die Schlaue von uns!?, antwortete Amy mit einer zickigen Stimme und vielen Gänsefüßchen, als sie Lillys Zimmer hinter sich ließ. Manchmal fragte sich Lilly ob ihre Schwester einfach nur einen Knall hatte oder all ihre seltsamen Aussagen ernst gemeint waren. Plötzlich hörte sie das leise Knirschen auf dem Kies in ihrer Einfahrt. Lilly schoss nur noch ein Gedanke durch den Kopf: DADDY!!! Und schon raste sie die Treppe hinunter um zu sehen ob ihr Vater ein Souvenir aus Europa mitgebracht hatte. Schon seit zehn Wochen hatte sie ihren Vater nicht mehr gesehen. Ihre Mutter wäre sehr gerne dabei gewesen, wenn ihr Mann wieder aus Europa zurückkam, doch sie musste zu einem dringenden und sehr wichtigen Termin mit einem Kunden der ein Haus am Stadtrand kaufen wollte. Lilly riss die Tür auf, doch als sie erblickte, wer wirklich vor ihr stand, fror ihr Lächeln sofort ein und verwandelte sich in einen missmutigen Gesichtsausdruck der den Ankömmling genau musterte. Er hatte dünnes Haar und ein Monokel am Auge. Er sah aus als hätte er Geld und das nicht zu wenig. Das kleine Mädchen fragte sich wie dieser Mann auf so dünnen Beinen, die aussahen als wären sie Streichhölzer, überhaupt stehen konnte. In seiner linken Hand hielt er ein gelbes Couvert, welches äußerst wichtig aussah und in der rechten hand eine kleine Taschenuhr die an seinem Jackett befestigt war. ?Kann ich Ihnen helfen??, fragte Lilly vorsichtig. ?Nein, ich vermute nicht, dass ein kleines Mädchen mir helfen könnte?, erwiderte der Zahnstochermann kühl, aber doch etwas arrogant. ?Ich bin Mr Furges, der Steuerberater Ihres Vaters. Ist er zufällig gerade zu sprechen?? Lilly überlegte ob sie ihm die Tür vor der Nase zuknallen sollte oder ihn hereinbitten. Doch kurz überlegt, beschloss sie zu sagen: ?Nein er ist nicht zu sprechen. Ich hoffe Sie kommen gut nach Hause!? Als das Mädchen gerade die Tür schließen wollte, legte der Mann seine Hand an die Tür und stoppte sie. ?Nanana! Wir wollen doch nicht unhöflich sein!?, sprach Mr Furges mit finsterem Blick und musterte Lilly genau. ?Lilly!?, drang eine Stimme vom oberen Stock herab. ?Was treibst du da unten?!? Blitzschnell wanderte Furges Blick auf die erste Tür rechts, wo das Geräusch herkam. ?Ist außer dir noch jemand hier unten??, fragte Amy als sie die Treppe hinunter kam. Als sie Mr Furges erblickte, verwandelte sich auch ihr gelassener Gesichtsausdruck zu einem fragendem. ?Hallo!?, unterbrach Mr Furges die Stille. ?Amy du bist ja richtig groß geworden!? Das Mädchen sagte nichts zu dieser wirklich sehr merkwürdigen Bemerkung. ?Tja?, sagte Mr Furges räusperte sich und setzte seinen Satz fort. ?Wo ist euer Vater denn?? ?Der müsste eigentlich gleich kommen?, antwortete Lilly und sie bemerkte, dass dem Mann ein kleines Lächeln über die huschte. Amy warf ihrer Schwester einen strengen Blick zu, als hätte sie nicht gewollt, dass Lilly es ihm verrät. ?Gut Mädchen. Wärt ihr dann vielleicht so nett um mir einen heißen Tee zu machen während ich auf ihn warte??, fragte Mr Furges. Und er hatte gewiss nicht vor, dies nur als eine Bitte zu sehen. Mehr als ein Befehl. ?Sehr gerne Mr Furges?, erwiderte Lilly sichtlich genervt. ?Setzen Sie sich doch schon einmal in das Esszimmer!? Der Mann begab sich in den Essraum und setzte sich auf die bequemen Stühle, die alle einen bläulichen Polster besaßen. Sein Blick fiel auf die großen Fenster und den Wintergarten, der mit vielen bunten Blumen und anderen grünen Pflanzen geschmückt war. Währenddessen bereitete Lilly den Tee in einer schon fast antiken Teekanne. Sie konnte sich nicht entscheiden welchen Geschmack sie für so einen eingebildeten Gast nehmen sollte, doch schließlich entschied sie sich den Pfefferminztee zu nehmen, den sowieso niemand trinken wollte. Amy ging schon wieder schnurstracks in ihr Zimmer um sich neuen Lippenstift aufzutragen. Nach etwa fünf Minuten fing die Teekanne an zu pfeifen und nebenan im Esszimmer hörte man, wie jemand vor sich hin und her fluchte. Lilly konnte nun endlich das Teesäckchen in das heiße Wasser geben. Sie holte ein Tablett, stellte eine Tasse und die Teekanne darauf und ging vorsichtig in das Esszimmer. ?Das wird aber langsam Zeit!?, meckerte Mr Furges. Auf einmal hörte Lilly erneut das Knirschen auf dem Kies, blickte aus dem Fenster und sah das silberne Auto ihres Vaters. Voller Freude ließ Lilly das Tablett fallen, doch sie hatte Glück es landete geradewegs auf dem Mahagonitisch. Sie ging auf die Tür zu und öffnete ebenfalls voller Freude. Das Auto kam endlich zum Stehen, die Tür öffnete und Mr Osborn stieg aus dem Auto, holte seinen grün karierten Reisekoffer aus dem Kofferraum und kam auf Lilly zu. ?Hallo meine Süße!?, rief er ihr voller Freude zu. Lilly bemerkte gar nicht, dass Mr Furges genau hinter ihr stand. Als Mr Osborn den dürren Mann erblickte verlor sein Gesicht jegliche Freude und er sah eher wieder gestresst aus. Das kleine Mädchen, welches vor dem Streichholz auf Beinen stand, wunderte sich, wieso ihr Vater sie so grimmig ansah. Als Mr Osborn fast schon bei der Fußmatte angelangt war, fiel im Lilly um den Hals. Der Mann begutachtete seine Tochter und merkte, dass sie barfuß auf dem kalten Kies stand. ?So jetzt aber rein mit dir?, sagte Mr Osborn zu seiner Tochter. ?nicht, dass du dich erkältest!? Sein und Mr Furges Blick trafen sich und, man konnte schon fast Mr Osborns Gedanken hören: ?Der hat mir grade noch gefehlt? dieser alte Kauz lässt uns wirklich nie in Ruhe.? Doch anstatt Mr Furges zu begrüßen, widmete er sich erst einmal seiner Tochter. ?Daddy, Mr Furges ist vorbeigekommen und wollte dich sprechen?, flüsterte Lilly ihrem Vater auf den Weg in ins Esszimmer zu. Mr Osborn nickte und schielte zu dem alten Mann, der sich gelangweilt gegen den Türrahmen lehnte und auf seine goldene Taschenuhr blickte. Seine rechte Hand wedelte lässig mit dem Couvert herum. Schließlich entschied er Lilly und ihrem Vater zu folgen. Als sich nun alle drei im Esszimmer befanden, räusperte sich Mr Furges um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. ?Nun Mr Furges, was führt Sie denn zu uns??, fragte Mr Osborn höflich, obwohl er ihm lieber einen Tritt in den Hintern verpassen wollte, um ihn hinaus zu befördern. ?Also Mr Osborn?, begann der Mann. Zuerst noch leise. ?Ich fürchte es gibt da eine kleine Neuigkeit ?.. . Sie wissen doch, der Kunde, der ihnen das Geschäft letztes Jahr abkaufte, will, dass Sie und ich schon morgen nach China fliegen und ihm bei der Einrichtung und Renovierung des Ladens helfen. Er würde uns dafür 15.000 Dollar zahlen. Was halten sie davon?? Man merkte, wie seine Stimme lauter wurde, als es spannend wurde. Lillys Kiefer klappte nach unten und sie starrte den spindeldürren Kasper der neben ihr stand eine Weile lang an. Doch der beachtete das Mädchen gar nicht. Plötzlich platzte eine laute Stimme in das Gespräch hinein: ?Habe ich gerade richtig gehört?! 15.000 Dollar!!!!? Es war Amy die wie eine Herde junger Schweine herum quietschte und quiekte. ?Ich weiß nicht?.?, unterbrach Mr Osborn das Geschreie von Amy. ?dann müsste ich schon morgen wieder los.? Das hatte auch Lilly total vergessen. Ihr Vater war doch gerade erst gekommen. ?Wie lange würde die Reise denn dauern??, fragte Mr Osborn neugierig. ?Etwa sieben Monate?, antwortete ihm Mr Furges mit hochnäsiger Stimme. Mr Osborn starrte den Mann entgeistert und geschockt an. Auch er wollte nicht schon wieder weg fahren, und das noch für sieben Monate! Sogar Amy war verstummt. Nicht mal sie wollte, dass ihr Vater so lange weg sein würde. ?Ich muss mir das noch einmal durch den kopf gehen lassen?. Ich rufe Sie morgen an?, meinte schließlich Mr Osborn mit einer etwas stottrigen Stimme. ?Gut, ähm hier ist noch ein Formular!?, erwiderte Mr Furges und gab Mr Osborn das Couvert. ?Sie sollten es bis morgen bei der Abfahrt ausgefüllt haben!? Der Mann war sich so sicher, dass Mr Osborn mit ihm mitfahren wird. Der Zahnstocher auf Beinen verabschiedete sich von den dreien, marschierte etwas unzufrieden die Tür hinaus, stieg in seine Limousine ein und entfernte sich immer weiter vom Haus der Osborns. Langsam schloss Mr Osborn die Tür und widmete sich wieder seinen Töchtern. ?So meine Lieben? ich gehe dann mal rauf und dusche mich. Amy, machst du etwas zu essen??, sagte er. ?Jaja? hast du da nicht etwas vergessen??, fragte Amy neugierig. ?Nein ich glaube nicht?, entgegnete er dem Mädchen sarkastisch und machte sich auf den Weg zu seinem Reisekoffer, wo er schließlich Bilder und zwei Geschenkschachteln herausholte. Amy war schon ganz zappelig und reib sich die Handflächen. ?Hier meine Lieben, ich habe euch was mitgebracht!?, sagte ihr Vater spannend. Amy öffnete ihr Geschenk und holte eine violette Prada Handtasche heraus und kreischte: ?DANKE, DANKE, DANKE!!!!? Als nächstes war Lilly an der Reihe ihr Geschenk zu öffnen. Amy schielte neugierig darauf. Lilly war einer dieser Menschen, die nicht einmal ein bisschen des Geschenkpapiers zerreißen wollte. Schließlich war es dann doch endlich geschafft und sie zog ein Paar neue Chaps heraus. ?Wow! Danke Dad!?, bedankte sie sich bei ihrem Vater. ?Die sind wunderschön!? Mr Osborn lächelte zufrieden mit sich und der Welt und sagte: ?Die sind aus Rom. Du kannst sie über normale Sportschuhe anziehen und sie sind genauso wie Reitstiefel.? Lilly grinste ihren Vater an doch dieser sagte: ?So, ich gehe mich dann mal duschen Kinder und Amy, du machst das Mittagessen!? Der Mann eilte nach oben und verschwand im Schlafzimmer. Amy legte ein paar Scheiben Toast auf ein Backblech, Lilly legte Toastkäse und Schinken darauf und sie schoben es in den Backofen. ?Diese Tasche ist echt der Hammer!!!!!?, staunte Amy. Sie ging damit ins Wohnzimmer und setzte sich auf die Couch. Ihre Tasche behandelte sie dabei wie ein Baby. Lilly schüttelte den Kopf als sie das sah. ?Man hab ich nen Durst!?, gab Amy bekannt und steuerte auf die Teekanne zu und wollte gerade Tee trinken, als Lilly bemerkte, dass dies der ekelhafte Pfefferminztee war, aus dem zuvor Mr Furges getrunken und explodierte fast vor Neugier, wie Amy darauf reagieren würde, dass dies ihr meist gehasstes Getränk war. Das Mädchen trank nun einen Schluck von dem Tee und spuckte ihn mit einem lauten ?IIIIEEEEHHHH? aus. Dabei landete der Großteil auf ihrer Tasche, die sie mitgenommen hatte. Lilly schüttete sich aus vor Lachen doch Amy stand nur da und fing fast an zu heulen. Doch plötzlich verging Lilly das Lachen als Amy anfing so bitterlich zu weinen wie sie es noch nie getan hatte. Es war kaum zu glauben doch Lilly hatte tatsächlich Mitleid mit ihrer Schwester. Das Mädchen umklammerte ihre Tasche als ob sie sie vor weiterem Unheil schützen wolle, lief nach Oben in ihr Zimmer und knallte die Tür laut zu. Plötzlich kam Mr Osborn aus dem Bad und fragte Lilly: ?Wer zum Teufel knallt hier die Türen so laut zu!!!!??????? Lilly merkte, dass ihr Vater sehr verärgert war. Er bemerkte, dass ihr Blick auf Amys Zimmer fiel und marschierte mit einem Handtuch um die Hüften gewickelt auf die Tür zu, machte sie auf, und sah die völlig verheulte Amy auf ihrem Bett sitzen. Sie versuchte ihre Tasche mit einem Taschentuch abzuwischen, doch es gelang ihr nicht ganz, da ihr immer wieder nasse Schminke darauf rann. ?Was ist denn mit deiner Tasche passiert??, fragte Mr Osborn verwirrt. Amy erwiderte nichts sondern starrte ihren Vater mit verweinten Augen. Als Lilly unten in der Küche das Backblech aus dem Ofen holte. Fortsetzung folgt.....

Hallo, liebe Katharina! GRATULATION zu deinem tollen Text! Ich musste mich erst per E-Mail wegen deines Alters vergewissern, weil es kaum zu glauben ist, dass ein Mädchen mit 12 Jahren (!!!) schon so toll schreiben kann! Du berichtest lebendig und der Leser wird sofort in die Geschichte hineingezogen. Du beschreibst alles sehr bildhaft - und, du musst selbst eine Reiterin sein, weil du dich so gut mit Pferden auskennst! Bei der Stelle mit der Ratte bekam ich richtig Gänsehaut, so prickelnd hast du alles beschrieben! Mach weiter so! Wer weiß, vielleicht wirst du einmal eine berühmte Autorin! Ein Autogramm würde ich mir aber jetzt schon bei dir holen! Alles Liebe!

09.03.2010 20:10 Elias
Gestern ging ich mit Emil Schi fahren. Er riss einen fürchterlichen Stern. Neben dem Hang stand ein großer Schneemann. Er sah Emil im Schnee liegen. Da musste der Schneemann laut lachen. Emil aber war sehr traurig.

Hallo Elias! Danke für deine liebe Geschichte! Dass dein Schneemann plötzlich lebendig wird, ist originell! Mir gefällt es sehr gut, dass du dich in Emil hineinfühlen kannst und dir vorstellen kannst, dass es gar nicht fein ist, wenn man stürzt und dann auch noch ausgelacht wird! Ich wäre richtig gespannt auf eine Fortsetzung dieser Geschichte! Vielleicht schreibst du sie mir einmal? Bis bald und alles Liebe!

08.03.2010 18:06 Jan
Dinosaurieralarm! Ein Triceratops bog plötzlich um die Ecke. Da hat er ein Nest gefunden. Dort war ein Osterei drinnen. Aber der Triceratops wusste nicht, was ein Osterei ist. Er nahm das Ei mit nach Hause. Dort setzte er sich auf das Ei um es auszubrüten. Da spaltete sich das Ei und es kam ein Eidotter heraus. Das hat er dann schnabuliert. Dann setzte er sich auf seine Dinosauriereier und brütete sie aus. Plötzlich sprangen eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben kleine Dinosaurier heraus. Der Triceratops freute sich über seine Kinder und ging mit ihnen spazieren. Plötzlich hörten sie ein leises Gebrüll. Da kam ein Parasaurolophusbaby daherspaziert. Das war war das Nachbarsbaby der Triceratopskinder. Und so wurden sie zur Herde.

Dinosaurieralarm! Hallo, lieber Jan! Gratulation zu deiner schönen Geschichte! Ich staune, dass du so schwierige Dinosauriernamen kennst und sogar weißt, dass Dinosaurier Eier ausgebrütet haben. Originell finde ich die Idee mit dem Osterei! Freust du dich schon auf Ostern? Ich freue mich auf deine nächste Geschichte, bis bald!

07.02.2010 19:27 Jan
Als ich vor Maxi Knochen Angst hatte: Immer wimmelte es im Wald, wenn ich mit den Kindern spazieren ging, vor Geistern. Denn Maxi Knochen musst du wissen, ist nämlich ein Geist. Und Geister wohnen immer dort, wo es gruselig ist. Einmal hatte ich besondere Angst vor Maxi Knochen. Einmal hatte ich ihn sogar gesehen. Das war im Wald, wo viele dichte Pflanzen wuchsen. Da flog er plötzlich hoch in die Luft. Ich hielt mir schnell die Hände vor die Augen und schrie: Hieelfe!!! Da kamen alle Kinder und schauten, was los ist.Ich wollte eine Bande machen, um gegen Maxi Knochen zu kämpfen, aber das ist mir leider nicht gelungen. Jan, 6 Jahre

Hallo Jan! Das ist ja eine erstaunliche Geschichte!Mir gefällt sehr gut, dass du genau beschreibst, wo du Maxi Knochen - den Geist - gesehen hast. So kann man sich als Leser ganz genau vorstellen, wie gruselig die Situation in der Geschichte ist! Ganz toll finde ich auch, dass du auf den Gedanken kommst, dass man nach Hilfe suchen soll, wenn man Angst hat, oder das Gefühl, dass es gefährlich wird. Fast immer gibt es jemanden in deiner Nähe, der dir helfen kann! Mache weiter so und denke dir viele tolle Geschichten aus! Ich freue mich, wieder von dir zu hören!



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