Aber es ist nur Jonas, der sie durch eine Tür in einen Raum zieht. Mia knipst das Licht an. Die beiden Kinder sehen jedoch nur alte Bücher in verstaubten Regalen. Jonas zieht ein grünes, dickes Buch aus dem hinteren, rechts stehendem Kasten und schlägt die erste Seite auf. Darin sind verschiedene Heilkräuter abgebildet. Mia geht zu ihm und liest: „Dies ist Rebiskas. Es ist giftig, für alle Geister und Gruselgestalten. Wenn du sie damit berührst, lösen sie sich in Luft auf. Diese Planze ist jedoch sehr selten.“ Die beiden Kinder prägen sich das Bild gut ein, klappen es zu und legen es beiseite. Mias Blick fällt auf ein großes goldenes Buch. Sie geht zu ihm und will es herausholen. Doch als sie daran zieht, öffnet sich eine verborgene Türe in der Steinmauer. Die Kinder gehen hinein und folgen einem schwachen Leuchten. Auf einmal bleibt Jonas ruckartig stehen. Er hält Mia am Ärmel zurück und gibt ihr ein Zeichen, leise zu sein. Nun schaut das Mädchen vorsichtig um die Ecke. Jetzt weiß sie, was Jonas meint. Dort ist nämlich die unheimliche Gestalt. Jonas und Mia haben den gleichen Gedanken. Sie rennnen durch die Geheimtür. Nun flüstern beide wie aus einem Mund:“ Die Pflanze, ich habe sie mittags bei den Kühen gesehen.“ So schnell die beiden können, rennen sie auf die Kuhweide zu der Stelle hinter der alten Eiche. Die beden holen die Heilpflanze und laufen zurück zur Geheimtür. Jonas zieht an dem Buch und die Tür öffnet sich. Sie schleichen bis zu der Ecke, an der sie vorher gerade waren. Nun beginnen sie zu laufen. Blitzschnell berührt Mia die Gestalt. Erleichtert atmen die beiden auf. Während der letzte Rest der Person verschwindet, gehen die beiden zurück in ihre Betten.
Liebe Lorena, was für eine mystische Fortsetzung! Beim Lesen deiner Geschichte verliert man sich unmittelbar in einer ganz besondere Stimmung und man hat auch sofort Bilder im Kopf. Auch deine Idee mit dem Heilkraut finde ich fantastisch. Du verwendest auch interessante Adjektive, wie ruckartig oder blitzschnell, die deinen Text sehr interessant machen. Danke für deine wunderbare Geschichte!